Veröffentlicht am 17.01.2020

Das Modell

Das Original
Modell-Daten
| Hersteller: | BoS |
| Artikel-Nr.: | 223 154 |
| Herstell.-Jahr: | 1985 |
| Bemerkung: | Faszinierendes Modell eines |
| getunten Ferrari aus der | |
| Hochzeit der extremen Umbauten |
Original-Daten
| Motor: | 5,0 Ltr., V12 Zylinder |
| Leistung: | 710 PS / 522 KW |
| Drehmoment: | - - - Nm |
| 0 - 100 km/h: | 3,8 sec. |
| Höchstgeschwindigkeit: | 339 km/h |
| Grundpreis: | -,-- Euro |

Wer in den 1980er Jahren genügend Geld hatte und reichlich Power wollte, griff gern zu einem Ferrari.

Wer dazu noch über alle Maßen auffallen wollte, griff zu einem modifizierten Fahrzeug von Willy Koenig, der unter seiner Marke Koenig Specials irrwitzig überzüchtete Fahrzeuge auf die Räder stellte.

Mit einem Verzug von 30+ Jahren entdeckt BoS diese herrlich verrückten Vorbilder als Basis für unwiderstehliche H0-Modelle wie der CW 311 und der 911 Targa-Turbo von BB oder ein Einzelstück wie der Lotec Sirius.

Damals konnten die Spoiler nicht groß genug und die Kotflügel nicht breit genug sein. Diese Extreme wurden zur Jahrtausendwende zwar nur noch belächelt, aber inzwischen steigen die Preise für gut erhaltene Tuningfahrzeuge in astronomische Höhen!

Um so erfreulicher, dass die aktuellen H0-Modelle preislich moderat bleiben. Vergleichbare Wertsteigerungen sind allerdings auch nicht zu erwarten.

Diese Resinmodelle werden von Hand montiert, mit verschiedenen Decals beklebt und viele weitere Details mit einem Pinsel farblich hervorgehoben. Die notwendigen Stückzahlen erfordern flinke Hände und deshalb gerät dann auch mal ein Pinselstrich aus den Fugen.

Was auf den Bildern vereinzelt deutlich ins Auge sticht, fällt beim Betrachten der echten Miniatur weitaus weniger ins Gewicht.

Der Innenraum entspricht im Modell wie auch beim Vorbild weitgehend dem serienmäßigen Ferrari Testarossa.

Wie bei Resin üblich, verzichten die Außenspiegel auf feinste Streben und sitzen stattdessen nahtlos an der A-Säule.


Durch den geschickten Einsatz von Decals schafft BoS viele optische Feinheiten auf den Modellen, ohne eine Explosion der Kosten.


Inzwischen erfreue ich mich weit mehr an unbezahlbaren Exoten in meiner Sammlung als an Serienfahrzeugen aus dem alltäglichen Straßenbild und bin gespannt, womit BoS noch auf den Markt kommen wird.
An Vorbildern mangelt es noch lange nicht.

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