Frank Hadel                      


Ladegüter selbstgemacht - Räder einer Dampflok

Bei einem gewöhnlichen Lkw mit Koffer- oder Planenaufbau spielt die Ladung im Modell keine Rolle. Voll oder leer - man sieht es eigentlich nie. Anders in der Welt der Tieflader und Schwertransporte. Da gehört halt was drauf.

Das haben auch div. Kleinserienhersteller und andere Spezialisten bemerkt, die ihre oftmals schönen und interessanten Ladegüter vertreiben - gerne zu verblüffenden Preisen.

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Auf einer Messe für Papiermodellbau entdeckte ich diese Räder einer Dampflokomotive. Die Räder bestehen aus Pappe und sind lasergeschnitten! Absolut gleichmäßig und sehr leicht.

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Die meisten Bastler auf der Messe fanden die Räder zwar gut, sahen jedoch keine Verwendung. Ich hingegen hatte schnell eine Idee. Ich nahm die Räder zum guten Preis mit und setzte mich sofort an den Basteltisch.

Zuerst wurden die Rohlinge ausgeschnitten und exakt verklebt. 3 schmale "Radscheiben" übereinander ergaben je ein fertiges Rad.

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Gut ist zu erkennen, dass die hintere Scheibe etwas größer ist, um den Spurkranz zu bilden. Das Verkleben ging recht gut, allerdings mußte ich darauf achten, dass die Pappe nicht vom Leim aufweicht.

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Nachdem der Leim ausgehärtet war, wurden die Räder rot angepinselt. Das Ergebnis war jetzt schon recht gut.

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Aus Resten eines Vierkantholzes sägte ich einen Tragrahmen, auf dem die Räder später transportiert werden.

Oben: Die kleinen Holzstücke schützen die Räder vor dem Verrutschen.

Links: Mit einer Säge habe ich kleine Kerben diagonal in die Seiten des Holzrahmens gesägt.

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Die Räder wurden auf den Holzrahmen geklebt. In die seitlichen Kerben klebte ich Nähgarn, was die Sicherungsseile darstellt. Die Kerben dienen dazu, dem Nähgarn mehr Halt zu geben.

Nachdem der Kleber auf der einen Seite richtig durchgetrocknet war, war es kein Problem, die Enden der Fäden auf der gegenüberliegenden Seite stramm einzukleben.

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Zum Schluß habe ich noch kleine, fotogeätzte Teile zur Sicherung der Seile aufgeklebt.

Die Bauzeit war, abzüglich der Trocknungszeiten, sehr gering und die Kosten für dieses Ladegut betrugen weniger als 3,00 €.

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Durch das geringe Gewicht sind auch Verladeszenen mit diesem Ladegut kein Problem. Echte Räder einer Lokomotive würde der kleine Liebherr LTM 1045/1 vermutlich nicht mehr heben.


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