Veröffentlicht am 25.09.2015
Die Landschaftsgestaltung ist beim Bau von Dioramen ein wichtiges Thema und für viele Bereiche bieten die Hersteller fertige Produkte an.
An diesem Projekt wollte ich Neues ausprobieren, unter anderem auch die Gestaltung der Bodenflächen. Anstatt einer fertigen Grasmatte sollte die Fläche "von Hand" begrünt werden und viele Farbschattierungen aufweisen.

Soll der Rasen stehen, ist einstreuen der falsche Weg. Hier geht nichts über die statische Aufladung. Von der "aufgeladenen Plastikdose" über Bauanleitungen und "konkurrenzlos preiswerten Supergeräten" aus fernöstlichen Online-Shops reicht auch hier das Sortiment bis hin zum Edelgerät.
Da ich im Eigenbau solcher Geräte nicht versiert bin, fiel meine Wahl auf den Flockstar von Heki, gewiss kein Preisschnäppchen aber dafür solide konstruiert und sicher.

Der Untergrund wird ganz nach Wunsch und Thema vorbereitet und gestaltet. Es hat sich bewährt, die Randbereiche mit Maskierfilm abzukleben. So werden unschöne Farbflecke und störende Kratzer an den Rändern vermieden.


Nun muss der Strom in die Landschaft fließen! Der Tapetenkleister auf dem Boden wird unter Strom gesetzt und bildet den nötigen Gegenpol für die statische Aufladung. Eigentlich genügt ein Kontakt mit dem feuchten Untergrund, allerdings ist es hinderlich, den Draht während der Begrasung festzuhalten oder einzugrasen und nach getaner Arbeit den frischen Rasen mit dem Draht herauszureissen oder zu beschädigen.
Mit einem einfachen Draht formte ich dieses längliche Kontaktstück, das an beiden Enden auf das Maskierband geklebt wird.

Wird die bekleisterte Fläche bis zum Draht erweitert, kann der Strom fließen, nachdem die Klemme am freistehenden Ende angeschlossen wurde. Nun erfolgt die Begrasung mit Fasern in verschiedenen Farbtönen.

Dabei hat sich ein abschnittsweises Vorgehen bewährt.

Die großen Pflanzen werden direkt nach der Begrasung in den noch feuchten Tapetenkleister gesetzt. So entstand die Basis für das Diorama Airbus A380.

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