
Für den Nachbau dieses Lkw waren einige Vorbereitungen und viel Sucherei notwendig!
Erstes Problem war der überlange Koffer, da ich nicht stückeln wollte.
Nachdem ich auf vielen Börsen suchte, fand ich endlich ein passendes Modell: Den Hähnchen-Lkw von Ringel aus dem Jahre 1982/83.

Allerdings mußte bunt gemixt werden, um die Einzelteile zum neuen Modell zusammenzubasteln.
Das Modell wurde in alle Einzelteile zerlegt und sämtliche Bedruckungen wurden mit LUX DLE-90 entfernt.
Der Koffer des Hängers war mit 10cm gut geeignet, allerdings 4mm zu lang. Hier half mir Ralf Mühlmann, der ihn auf die korrekte Länge von 9,6cm (= 7,50m im Original) kürzte. Herzlichen Dank dafür.
Die Kühlanlage wurde demontiert und die verbliebenen Einstecklöcher wurden verschlossen.

Um die weiteren Änderungen besser zu zeigen, nehme ich den Lkw "Schimmel Pianos" als Vergleichsfahrzeug. Leider wird das Bild durch die Langstreckenkabine etwas verfälscht.

Der Längenunterschied des Koffers fällt im Vergleich zum Serienkoffer sofort auf!
Ebenso die wesentlich realistischere Position der Hinterachse (siehe Bild oben).


Zwei Standardfahrgestelle wurden zersägt und daraus das neue, um 4mm längere Fahrgestell geklebt. Die Kardanwelle wurde mit einem Rundprofil von Evergreen verlängert.
Das Fahrgestell wurde gespachtelt, geglättet und im Bereich hinter der Kabine mit Airbrush neu lackiert. Alle Felgen erhielten ebenfalls die Farbe des Fahrgestells. Der schwarze Frontbereich wurde mit Color-Stop abgedeckt und blieb somit geschützt.

Der gesamte Aufbau wurde um ca. 3mm abgesenkt! Herpa’s damalige Art, den Koffer auf diesen "Strebensockel" zu montieren ist total unrealistisch und macht den Aufbau im Vergleich zur Kabine viel zu hoch!
Deshalb wurde die Bodenplatte zu einer "echten Platte" abgeschliffen und mit Teilen einer weiteren Platte verlängert und verspachtelt. Die Oberfläche des Kofferbodens bildet eine abgeschliffene Riffelblechplatte.
Aufgrund der Absenkung der Bodenplatte mußten die hinteren Radkästen aufgeschnitten, geteilt und noch weiter abgeflacht werden.
Die Schmutzfängergummis sowie die Träger der Rücklichter wurden nach dem airbrushen mattschwarz gepinselt.

Die Bühne stammt von Roco und paßt perfekt!
Leider wird sie nicht mehr hergestellt, denn sie ist wesentlich schlanker und filigraner als die von Herpa und steht auch im geöffneten Zustand nah an der Ladefläche.
Hinzu kommt das umfangreiche Zubehör wie das Bedienpult und eine größere Box für die Steuerungselektronik.


Nun galt es, die Auspuffanlage anzupassen. Links die originale Anlage von Herpa, rechts die nach Originalfotos modifizierte Anlage mit korrekter Position des Endrohres.
Das Auspuffrohr der neuen Anlage wurde am Ende einige Millimeter aufgebohrt und mit etwas schwarzer Farbe "verrußt". Ansonsten ist der Auspuff brandneu (d. h. noch sauber).
Danach wurden noch die selbstgemachten Decals aufgebracht, farbliche Akzente wie Blinker, Scheibenwischer, Türgriffe etc. gesetzt und die rottransparenten Rücklichter aus der Bastelkiste aufgeklebt.
Im Magazin "Der Maßstab", Ausgabe 01/2001 erschien ein Artikel über den Lkw.

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