Frank Hadel        

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Liebherr LTM 1120-4.1 - Mobilkran

Veröffentlicht am 09.09.2022

(c) www.hadel.net
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Im anfangs eher schlicht wirkenden Karton kommt der LTM 1120-4.1 zum Sammler. Die Oberseite enthält alle wesentlichen Infos zum Modell und dem Vorbildhersteller Liebherr. Anschrift und die Internetpräsenz dürfen nicht fehlen.

Die Stirmseite des Kartons verrät den Hersteller des Modells einschl. Anschrift sowie weitere Feinheiten wie diverse Strichcodes und am unteren Ende den beinahe schon zur Pflicht gewordenen Hologrammaufkleber, der das Modell als offiziell abgesegnet ausweist.

Vor einigen Jahren machte Mercedes mit solchen Aufklebern den Anfang, VW, BMW und andere zogen nach und inzwischen ist das Label bei vielen namhaften Herstellern obligatorisch.

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Doch genug der Informationsflut - die Rückseite ist viel plakativer. Sie zeigt das Vorbild vor einem etwas düster wirkenden Himmel. Viele Typenfotos in der Fahrzeugübersicht auf der Seite von Liebherr erwecken diesen leicht grimmigen Eindruck. Deshalb vermute ich, dass mit Photoshop für den dramatischen Auftritt nachgearbeitet wurde.

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Dagegen ist die Front klar und schnörkellos. Weiß eingerahmt liegt das Modell samt Zubehör hinter einer transparenten Folie. Sämtliche Teile finden in exakten Mulden ihren Platz und sind darin bestens geschützt und überstehen auch lange Transportwege problemlos.


Das Modell

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Ausgepackt und auf dem Tisch verteilt, präsentiert sich ein schönes Modell mit allerhand Zubehör wie dem vierteiligen Konterballast und dem Steckschlüssel zur Verstellung der Winde. Separate Außenspiegel liegen dem Modell außerdem an einem Spritzling zur Selbstmontage bei. Das Fahrerhaus verfügt über entsprechende Löcher in den Türen.

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Die Kabine ist umfangreich bedruckt. Die schwarze Einfassung der großen Frontscheibe mit den nach wie vor drei Wischerarmen, der silberne Liebherr-Schriftzug vor dem Beifahrersitz und passgenaue farbliche Details wie Scheinwerfer, Blinker, Türgriffe lassen sich entdecken.

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Viele Strukturen wurden am Oberwagen nachgebildet. Die Aufstiegsleitern, diverse Verschlüsse, Öffnungen und Klappen wurden in den grauen Unterwagen eingearbeitet. Teile der Auspuffanlage glänzen in Chromsilber.

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Das Modell ist sehr beweglich und lässt viele Arbeitsstellungen zu. Die Teller an den rot/weiß schraffierten Stützen sind in der Höhe nicht verstellbar, sondern schweben knapp über dem Boden.

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Hier zeigt sich eine kleine Schwäche des Modells. Der Hydraulikzylinder ist aus Kunststoff gespritzt, während der Rest weitgehend aus lackiertem Guss besteht. Es ist beinahe unmöglich, mit dem Kunststoffgranulat den Farbton der Lackierung zu treffen.

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An seiner Spitze weist der Grundmast auf seine Überlegenheit hin. Eine Hublast von 120to. sind zurzeit das Stärkste auf vier Achsen. Einen kurzen Blick sind ebenso der Rollenkopf und die Hakenflasche wert. Beide verfügen über weitere Schraffuren, der Haken sogar über den Schriftzug des Herstellers.

Das Vorbild verfügt über einen Teleskopmast mit einer beachtlichen Länge von 66m. Da kommt die Neuheit nicht ganz mit. Das letzte Segment kann ausgezogen werden, fährt dann aber mit einer großen Überraschung auf: Allseitige Bedruckung mit dynamischen Streifen! Meines Wissens ein Novum für ein Funktionsmodell im H0-Maßstab.

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Die Feinheiten gehen in Bodennähe mit mehrfarbig bedruckten Rückleuchten weiter und wer ganz genau hinsieht, findet die beschrifteten Spritzschutzlappen hinter der letzten Achse.

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Zumeist trifft man Baumaschinen in dieser Perspektive nur neben Straßengräben an. Das Modell gewährt den Blick freiwillig und muss sich nicht verstecken. Aufnahme der Kabine, Kardanwellen, Getriebe, Achsaufhängungen - mehr als man im zumeist verborgenen Bereich erwarten würde.

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Die Funktionen

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Ein besonderes Highlight dieses Modells ist die Umsetzung vom Varioballast. Am Ende des Oberwagens ist die chromglänzende Ballastaufnahme zu erkennen.

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Daran werden die Ballastplatten mit einem deutlichen "Klick" sicher befestigt.

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In dieser Position sitzt der Ballast direkt unter der Winde hinter dem Oberwagen und hat am Original einen Schwenkradius von 3,83m. Optimal für beengte Baustellen oder kleine Dioramen. smilie

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Aus dieser Perspektive zeigt sich eine der ganz wenigen Schwachstellen des überaus gelungenen Modells. Die Vierkantachse der Winde wird von der Ballastaufnahme verdeckt. Der beiliegende Schlüssel lässt sich nicht aufstecken.

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In meinem Fall sitzt die Winde sehr fest. Gut für Last am Haken - eher schwierig für den Spieltrieb. Hat hier jemand was von Spieltrieb gesagt? smilie

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Am Seil reißen ist keine Empfehlung. Wer genau hinschaut entdeckt, dass der 5,5 to. Zusatzballast auf der linken Seite leicht vom Fahrzeug absteht. Das ist kein Defekt, sondern etwas kräftiger Lack, der die Zapfen umhüllt. Mit etwas Schleifpapier wäre das leicht zu beheben, allerdings ist dann die Farbe futsch.

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Ganz anders sieht es aus, wird der Varioballast auf großen Schwenkradius von 4,77m im Original verschoben.

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Nun ragt das Gewicht deutlich über den Oberwagen hinaus und gibt die Winde frei.

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Obwohl die Arme der Ballastaufnahme nicht riesig lang sind, ist der Unterschied beider Positionen beträchtlich.

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Nun bekommt die Stufe in der Verkleidung des Oberwagens ihren großen Auftritt. Im Modus für maximale Hublast, schwenkt der ausgefahrene Ballast haarscharf über den Ausschnitt und ermöglicht weiterhin Drehungen um 360°.

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Dem einen oder anderen wird der ungewöhnliche Radstand aufgefallen sein. Dafür gibt es zwei gute Gründe: Achslastvorschriften in USA und anderen Regionen richten sich nicht nach dem Gewicht sondern dem Verhältnis von Gesamtgewicht zur Fahrzeuglänge bzw. Radständen.

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Ein positiver Nebeneffekt ist der längere Ausleger, der auf einem langen Grundfahrzeug möglich wird. Die 66m müssen eingeschoben auch irgendwo bleiben.


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