Veröffentlicht am 28.04.2023

Nach alter Sitte eröffnete die Modellbau Schleswig-Holstein am 04. und 05. März in Neumünster das norddeutsche Veranstaltungsjahr im Modellbaubereich und nach drei Ausfällen leben diese alten Traditionen endlich wieder auf. Da der Verein für Kran- und Schwerlastmodelle nicht als Aussteller vertreten war, machte ich mich als Messebesucher auf den Weg. Ein ungewohntes Gefühl - aus verschiedenen Gründen. Darunter mischte sich auch Neugierde: Wie stark ist das Interesse? Was gibt's zu sehen? Bereits auf dem Parkplatz kamen erste Antworten: Rappelvoll, das Interesse war riesig, Parkplätze knapp und die Hallen gut gefüllt.

Neben den nachfolgend gezeigten Schauanlagen fanden die Händler große Beachtung. Die angestaute Sucht wollte befriedigt werden! In allen Maßstäben wurde gestöbert und reichlich gekauft - nur was? Das Angebot bestand zu einem großen Teil aus schweren Militärfahrzeugen, die reißenden Absatz fanden. Über das Thema gibt es geteilte Meinungen, aber in Anbetracht der aktuellen Lage schockierte mich die Begeisterung bei Alt und Jung. Ist der Krieg noch nicht nah genug?


Auf dem Gelände der fiktiven Feuerwache Nord-Ost präsentierten sich die in der Zwangspause gebastelten Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr-Modellbaugruppe Neumünster.

Wobei nicht an jedem Fahrzeug starke modellbauerische Veränderungen auszumachen waren.

Geöffnete Modelle sind wegen des hohen Aufwands und Seltenheit immer interessant. Der freigelegte Innenraum kann nach eigenem Anspruch ausgestaltet werden.

Die große Hubrettungsbühne von Rosenbauer bei einem Testlauf. Im Einsatz müssen alle Handgriffe sitzen.

Dieses Diorama wurde mit verschiedenen Unfallszenen bereits häufiger präsentiert. Die Taxifahrer waren sich in der Reihenfolge nicht einig und das Ergebnis löste diesen Großeinsatz aus.

Der fein ausstaffierte Absetzkoffer mit offenen Rolltoren war das Highlight in dieser Szene.

Flink ist der ADAC, das muss man ihm lassen. Hier wird ein weiteres Unfallfahrzeug in die nahegelegene Vertragswerkstatt befördert.

Der Iveco S-Way findet in der markanten Magirus-Edition viele Anhänger.

Viele werden sich an die Überschwemmung im Sommer 2021 erinnern, als das Ahrtal völlig zerstört wurde.

Von überall machten sich die Hilfstruppen auf den Weg. Das Foto zeigt die Abreise der Einsatzfahrzeuge aus Schleswig-Holstein.

Das Diorama greift diesen Convoi auf und zeigt die Fahrt von THW und weiteren Institutionen zum Sammelpunkt Nürburgring. Von einer Brücke der "A7" wurden die Kameraden standsgemäß verabschiedet.

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