Veröffentlicht am 05.07.2024

Die Kundentage sind ein großes Ereignis bei Liebherr und gleichzeitig eine Leistungsschau der Geräte.

Die Produktpalette wird eindrucksvoll in Szene gesetzt und Neuheiten den zukünftigen Betreibern vorgeführt.
Obwohl der Maßstab 1:50 bei Modellen aus dem Bausektor sehr beliebt ist, bietet sich manchmal die Gelegenheit für eine 1:87er Neuheit.
In diesem Fall handelt es sich um einen Teleskopkran mit einer maximalen Hubleistung von 400 Tonnen, umgesetzt von WSI! Liebherr ist es gelungen, diese Tragkraft auf 6 Achsen zu bündeln.



Die Packung ist in elegantem Weiß gehalten und reiht sich mit einem großen Sichtfenster auf der Vorderseite nahtlos bei den Packungen bisheriger Werbemodelle ein.
Ein funkelnder Aufkleber mit einem Hologramm weist das Modell als lizensiertes Originalprodukt aus und sorgt für Eleganz.
Es gibt noch mehr zu entdecken:

Die Rückseite trägt ein vielsagendes Fotomotiv: Eine Straße in Form des Ewigkeitszeichens, deren Beläge aus Sand und Asphalt sich abwechseln. Darauf tummeln sich Mobil- und Raupenkrane, wobei der Gittermast des letztgenannten Großgeräts dem Betrachter optisch beinahe ins Auge zu stechen droht. Der weiße Slogan lässt sich mit "Dauerhaft innovativ" übersetzen.


Die innere Verpackung besteht aus zwei transparenten Tiefziehschalen, die passgenaue Ablagefächer für die einzelnen Teile ergeben und das Modell samt Zubehör bestmöglich schützen.

Viel Zubehör liegt dem schweren Kran bei.


Zwei Türme zu je 7 Ballastplatten (12 x 10 to. und 2 x 5 to.) bringen auch im Modell viel Gewicht auf die Waage und sorgen - absolut vorbildgerecht - für einen sicheren Stand beim Arbeitseinsatz.


Die hydraulische Ballasteinrichtung ist durch die Lackierung etwas schwergängig, bleibt dadurch aber in der gewählten Stellung stabil. Das Vorbild kann den Schwenkradius der Ballastgewichte von maximal 7,7m auf bis zu 5,6m mit der VarioBallast genannten Technik reduzieren. So sind Arbeiten in beengten Stadtgebieten möglich.


Die Hakenflasche ist unbeweglich aber umfangreich bedruckt. Die transparente Tüte mit Clipverschluss enthält verschiedene Kleinteile und den "Zündschlüssel"
zum Verstellen der Winden. Winden? Ja, dazu später mehr.

Die Hauptwinde führt das Tragseil und wird mit dem Schlüssel über den Vierkantstift bedient, der auf der Fahrerseite herausragt. Der neue Slogan prangt am Ende des Oberwagens und weist die Neuheit als rares Sondermodell der Kundentage 2024 aus.

Ausgepackt und hingestellt lautet der erste Gedanke: "Hammer!". So bunt, so komplex trat bisher kein H0-Werbemodell von Liebherr auf.

Das liegt unter anderem an der gewaltigen, schwarzen Y-Abspannung, die beim Modell serienmäßig und bereits vormontiert ist.

Für die echte Straße wird das Gesamtgewicht in dieser Konfiguration zu groß, im Modellkarton geht es gerade noch.
Die unzähligen Teile und Stangen der Y-Abspannung wären zur Selbstmontage für den Sammler eine Zumutung.

So steht trotz der kompakten Abmessungen ein imposantes Modell mit unzähligen Aufdrucken auf dem Tisch.

Selten zuvor verfügte ein Gussmodell über so viele Funktionen und bewegliche Teile. Etwas schwergängig, kommt gelegentlich Sorge auf, die fragilen Teile zu beschädigen - andererseits fällt der Kran damit nicht in sich zusammen.


Die Y-Ausleger aufgestellt und ausgeklappt, zeigt sich die Menge der notwendigen Teile. Am unteren Ende sind die Anschläge in einer Achse gelagert, um die Stangen nicht zu verwinden.


Zum Rollenkopf führen Seile, die je nach benötigter Mastlänge nachjustiert werden.


Diese befinden sich auf verborgenen Trommeln im Inneren der Y-Ausleger. Die Vierkantachsen zeigen zur Innenseite des Modells, ohne die Optik im Fahrzustand zu trüben.

Mit dem Schlüssel lassen sich die Seile nachspannen. Somit besitzt das Modell insgesamt 3 Winden.

Am Auslegerende ist die Befestigung der Seile ebenfalls drehend ausgeführt und bringt die zwangsläufig etwas wuchtigen Seilhalter immer in eine realistische Position.

Diverse frei drehbare Rollen ermöglichen einen vorbildgerechten Kranbetrieb auf dem Baustellendiorama.

Bereit für den ersten Einsatz

Die internationale Kundschaft findet mit dem Aufdruck auf der Beifahrerseite Berücksichtigung.

Im Bereich des einzigen Motors befinden sich feine Gravuren für die Lüftungsgitter und Klappen.


Um Unfälle zu verhindern, verfügt das Modell über einen langen Frontspiegel.
Die seitlichen Spiegel liegen dem Modell zur Selbstmontage in der eingangs gezeigten Tüte bei.
Vier Rundumleuchten sind an den Ecken des Fahrzeugs angebracht.

Das Auspuffendrohr bläst die Abgase des hauseigenen Dieselmotors nicht nach oben sondern flach zur Seite.

Der 8-Zylinder liefert 455 KW bzw. 620 PS und ermöglicht eine komfortable Reisegeschwindigkeit von 85 km/h.

Jens besuchte die Liebherr Kundentage 2024 und konnte die Premiere des neuen 6achsers hautnah miterleben.
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Die Qualität der Aufdrucke ist sehr gut. Die Farben sind ohne Lücken aufgebracht, hochdeckend und müssen sich hinter der Qualität von Kunststoffmodellen nicht verstecken.

Dies gilt für die Kunststoffteile wie auch für die schweren Gussteile.

Vollständig bedruckte Rückleuchten bietet längst nicht jedes H0-Modell, was einen häufigen Kritikpunkt darstellt.

Die Liebe zum Detail und die Anzahl der Bauteile ist erstaunlich hoch!

Überall lassen sich eingesteckte Kleinteile ausmachen. Ungewöhnlich für ein schweres Gussmodell.

Als weiteres Zubehör liegen dem Modell vier Unterlegteller bei. Sicherlich etwas klein für einen Kran dieser Leistungsklasse, aber lobenswert, dass es berücksichtigt wurde!


Die Stützen lassen sich zweifach teleskopieren und bringen es auf eine gewaltige Breite.



Die Typenbezeichnung macht den Neuling unverwechselbar. Sie befindet sich auf beiden Seiten des Grundauslegers im Bereich der Arbeitsscheinwerfer.


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