Veröffentlicht am 03.01.2025

Das Modell

Das Original
Obere Fotos: BUZ

Bewegliche Modelle sorgen für Freude! Diese Erkenntnis ist nicht neu und gilt gleichermaßen für Sammler wie Dioramenbauer.

In der jüngeren Vergangenheit entsprachen diese kleinen Spaßmacher meist Vorbildern von Kranfahrzeugen oder Baumaschinen von Liebherr.

Diese Arbeitstiere müssen bewegliche Elemente vorweisen.


Nun bietet Herpa zwei Varianten eines Absetzkippers an. Der dreiachsige AK16 mit hohen Mulden mit 16t Hublast und der kompakte AK12 auf zwei Achsen, mit entsprechende 12t Hublast.

Nach dem erscheinen der ersten Farbvarianten entschied ich mich für das farbenfrohe Modell im Design von "Knettenbrech + Gurdulic". Die auffälligen Fahrzeuge des Unternehmens sind bundesweit im Bereich Entsorgung unterwegs, was für die Größe des Unternehmen spricht.

Die Anschlagketten bestehen aus flexiblem Gummi und lassen sich an allen drei Anschlagpunkten auf kleine Stifte schieben. Das weiche Material haftet gut und trägt den Container sicher, ohne ständig abzurutschen.

Die Bedruckungen am Modell sind allseitig vorhanden und besonders umfangreich. Über Ladungsverluste muss sich der Modellbahner keine Sorgen machen. Die Mulde verankert sich vorn und hinten an zwei Haken erstaunlich fest. Bevor die Mulde abgesetzt wird, ist sie mit festem Griff vom Fahrzeug zu trennen.

Unterhalb der Rücklichter befinden sich die Stützfüße, die für das sichere Absetzen ratsam sind.






Der Bewegungsablauf im Detail. Das Vorbild verfügt über Fanghaken, mit denen die Mulde - ähnlich wie ein Kipper - geneigt und entleert werden kann. Dieses Detail berücksichtigte die Konstruktionsabteilung für das Modell leider nicht.

Anders als bei den anderen Modellen liegen dieser Variante 2 Namenstafeln bei, die das Vorbild seitlich am Aufbau trägt. Leider sind sie sehr unglücklich konstruiert. Lediglich die feinen äußeren Streben auf der Rückseite dienen als Klebefläche zur Montage am Fahrzeug, die inneren sind flacher und erreichen den Aufbau nicht. Es ist offentlichtlich, dass diese Verbindung nicht sehr belastbar sein kann.
Zwei waagerechte Streben, die den Aufbau umfassen wären eine bessere Lösung zum anclipsen ohne Klebstoff gewesen.

Auf der Ladefläche sind die Clips gut zu erkennen, welche die Mulde fest an Ort und Stelle halten.

Dem aufmerksamen Leser ist nicht entgangen, dass das Vorbild ein Arocs ist. Die kurze S-Kabine sieht der Baukasten aus Dietenhofen nicht vor. Insgesamt handelt es sich um eine gelungene Umsetzung für eine spezielle Fahrzeuggattung, die bisher nur von Kibri und Preiser bedient wurde. Da beide Hersteller nicht mehr aktiv sind, sind diese Modelle seit vielen Jahren verblasst. Da ist die Auffrischung aus Dietenhofen sehr willkommen.

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