Veröffentlicht am 20.02.2026

Bis auf einige Kleinigkeiten der Frontverkleidung scheint dieser Lamborghini Diablo so aus dem Werk gekommen zu sein.

Was den Fußraum auf der Beifahrerseite angeht, scheint es hier reichlich beengt zuzugehen.

Beim Vergleich mit einem normalen Serien-Diablo fällt das hintere Fenster auf, welches beim gelben FLitzer durch einen farbigen Einleger ersetzt wurde.
Daraus die Einmaligkeit des Lamborghini abzuleiten, wäre verwegen gewesen. Somit blieb der gelbe Testträger wohl während seiner gesamten Einsatzzeit komplett unentdeckt.

Das VT-Logo (Viscous Traction) am Heck erklärt den verbauten Allradantrieb.

Für die ungewöhnliche Abgasanlage findet sich abgesehen von möglichen übereifrigen Tuningabsichten keine logische Erklärung.

Die Auspuffanlage des Lamborghini weicht allerdings schon vom Serienstandard ab.
Eine ähnliche Konzentration der Entlüftung findet sich bei dieser Chevrolet Corvette C6 Q-Ster, die ich in Schweden vor die Linse bekam. Die vier Endrohre wurden zusammengelegt und dezent im Durchmesser vergrößert.

Beim Blick auf das Heck ohne die Abdeckung fällt der umfangreich befüllte Motorraum auf.

Wenn man die Bestückung mit dem serienmäßigen Lamborghini Diablo 6.0 VT samt dickem V12 im Heck vergleicht, ist der Unterschied nicht zu übersehen
Auch ist es wesentlich weniger aufgeräumt und zusätzliche Verstrebungen gibt auch nicht unter der Werksverkleidung.

Vier Endrohre an Testfahrzeugen sind ungewöhnlich, aber durchaus kampferprobt.
Bestes, nein eigentlich eher ungewöhnlichstes Beispiel waren die Erlkönige der Chevrolet Corvette C8 ZR1 Erlkönige im Herbst 2023. Die Mischung verschiedener Durchmesser feindet sich inzwischen bei vielen reinen Verbrenner-Sportwagen. Vorteil ist die breitere Frequenzverteilung durch die Abgase, die trotz dezentem dB-Wert eine gefühlt lautere Akustik erzeugt.

Um die Technik und den speziellen Gitterrohrrahmen präsentieren zu können, wurde das hintere Karosserieteil entfernt.

Bei Testfahrten dürften allerdings auch in diesem Stadium die späteren thermichen Probleme erkennbar gewesen sein.

Selbst mit einem Hochdruckschlauch war es kaum möglich frische Luft durch den Motorraum zu befördern.

Zumindest wurden einige Bauteile beschriftet, denn bei diesen Gewirr aus Leitungen und Einfüllstutzen wäre jeder unwissende Mechaniker schnell überfordert. Vielleicht sogar die Projekt-Entwickler selbst
.

Bei den Materialstärken des sichtbaren Rahmen liegt die Vermutung nahe, dass die Streben als "Flatterschutz" für die Verkleidung gedacht waren.

Um den gewaltigen W16-Motor mitsamt den vier Turboladern ins Heck zu bekommen, wurde der Diablo hinter den Türen vom originalen Gitterrohrrahmen getrennt.

Die Bezeichnung "individuelles Fachwerk" beschreibt bestens die Ersatzlösung.

Schließlich musste neben den 1001 PS auch das 7-Gang-Direktschaltgetriebe untergebracht werden.

Leider ist dieser gelbe Flitzer der einzige verbliebene Testträger von vier gebauten Exemplaren.

Zwei gingen in die Schrottpresse (Wer macht sowas und warum?) und ein weiterer bekam später einen Veyron-Deckel
.

Von der Fahrerseite aus betrachtet, blieb der Innenraum zum Großteil unverändert. Ok, es gab keine zweifarbige Lederausstattung.
Sogar das Lenkrad scheint direkt aus dem Lamborghini Diablo 6.0 VT zu stammen.

Auf jeden Fall konnte unter dieser demonstrativ auffälligen Tarnkappe der Sound und die Motorleistung perfekt versteckt werden, ohne dass jemand ahnen würde, welche Rarität gerade vorbei rollt.

Einzig die Fronthaune mit dem kurvigen Luftauslass erinnert an den Lamborghini Diablo GT.
Hier fehlten allerdings die Schlitze...

Entstanden sind diese Fotos auf der Classic Motorshow 2026 in Bremen.

Beim Ursprungsmodell des Diablo gab es noch Klappscheinwerfer.
Diese wurden später allerdings aufgrund des Luftwiderstands aufgegeben und die Scheinwerfer hinter Klarglasabdeckungen versteckt.

Ebenfalls auffällig ist die mächtige Spoilerlippe, die weniger Luft unter das Fahrzeug lässt.

Die vielen sichtbaren Schraubenköpfe sind allerdings nicht so mein Geschmack.

Beim Diablo SV-R, der 1999 in einer eigenen Rennserie antrat, wählte man eine ganz andere Lösung.
Auf der Rennstrecke wurden keine Scheinwerfer benötigt, also wurden diese durch zei zusätzliche Lufteinlässe ersetzt. Optisch wohl kein Gewinn, aber von großem technischen Nutzen.

Die bescheidene Aerodynamik des Diablo erlaubte selbst mit dem W16 im Heck nur Topspeeds von rund 300 km/h. Vielleicht bremste auch der Überlebenswille der Testfahrer den Rekordtrieb bei den Fahrten auf der VW-Versuchsstrecke in Ehra-Lessien
.

Fast zeitgleich wurde diese Bugatti EB 16.4 Veyron Studie aus dem Jahr 1999 auf die Teststrecken geschickt.
Hier werkelte zuerst allerdings noch ein 16-Zylinder Saugmotor mit 7.993 ccm Hubraum, der es nur auf 630 PS brachte. Aber ruhig mal die gesamte Geschichte durchlesen!

Für Fans von Young- und Oldtimern ist diese Veranstaltung ein Pflichttermin, darum den nächsten Termin unbedingt vormerken!
Von | Bis | Ort | Info |
|---|---|---|---|
Februar | 2027 | ||
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