Veröffentlicht am 04.09.2020

Im Juli 2020 stand dieses beladene Gespann im Bremerhavener Hafen.

Während der Fahrer seine Ruhezeit genoss, konnte ich mich davon überzeugen, dass hier 730 Pferde wohnen.

An der Front wirkt der Scania S730 fast wie tiefer gelegt, aber die Ameisen müssen noch nicht die Köpfe einziehen
.


An der Seitenverkleidung und dem kleinen Abstand vor der Vorlaufachse kann man gut erkennen, dass es sich hier um die Version mit dem längsten Radstand für normale Schwerlaster handelt.

Immer Schick: Die lackierten Kotflügel in Wagenfarbe.

Trotzdem hätte hier ein kleines Staufach hingehört.

Doch wer hinter die Windleitbleche schaut, staunt bestimmt nicht schlecht.

Druckkessel, Zusatzstrahler und snst? Nichts! Gar nichts! Staufächer kann jeder Fahrer gebrauchen.

Damit es in Kreiseln und engen Kurven nicht so schwappt wurden zwei halbe Tanks montiert.

Leider haben einige Verkleidungen etwas gelitten und wurden aufgerubbelt.


Anhängerbetrieb ist nicht geplant.

Man kann es drehen und wenden wie man möchte: Von hinten sieht es trotz LED-Balken leer aus.

Eines zeigt dieser Truck auf jeden Fall: Auch osteuropäische Firmen haben aktuelle und gepflegte Fahrzeuge.

Man muss aber auch erkennen, dass dies einer der luftigsten Vierachser ist, den ich jemals vor der Kamera hatte.

Dabei könnte der Scania mit der kardanisch gelagerten Sattelplatte auch schwere Einsätze abseits befestigter Straßen meistern.

Die geliftete Vorlaufachse zeigt klar, dass die Ladung nicht wirklich schwer war.

Die ausziehbare Leiter gibt es auf beiden Seiten.

Die aufgerubbelten Radverkleidungen leider auch.

Vermutlich entstehen diese, wenn bei Bodenwellen die geliftete Vorlaufachse durch Bodenkontakt ins Drehen gebracht wird.

Mich stören diese ungenutzten Räume extrem, denn die Fahrer können jeden Stauraum auf den langen Reisen echt gebrauchen.

Das scheint man beim rumänischen Betreiber allerdings etwas anders zu sehen.

Hier gibt es wirklcih gar keine Ablagen, weder für Dienstliches noch für Privates.

Zumindest wurde für gute Sicht nach vorne gesorgt.

Der Chrombügel samt zusätzlicher LED-Strahler erhellt die Umgebung bestimmt.

Und wenn es nicht reicht, kann man die Fluter auf dem Dachbügel einschalten
.


Diese Aufnahme entstand am Nachmittag nach den Entladen.
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