Veröffentlicht am 17.10.2025

Im September 2025 wurden einige Mercedes Arocs im Militärdress nach Bremerhaven transportiert.

Die Anreise erfolgte stets per Zugmaschine und Auflieger.

Die ungewöhnliche Dachkonstruktion schützt die runde Dachluke im Fahrerhaus.

Die Sicherungsbolzen vom Bullfänger müssen wohl von einem Linkshänder eingesteckt worden sein
.

Der Frontträger mit Zugöse verfügt zusätzlich über die Aufnahmen für das militärische Bergegeschirr.
Diese genormte Aufnahme gibt es bei vielen militärischen Fahrzeugen, die mit Bergefahrzeugen aus Notlagen geholt werden können. Auf dem Foto die Front eines schwer gepanzerten Mercedes Actros AHSVS 8x8.

Obwohl der Weg ins Fahrerhaus schon über einige Stufen verfügt, ist die untere Stufe auf Höhe der Radnabe.

Vor dem Hauptscheinwerfer samt Steinschlaggitter befindet sich die militärische Notbeleuchtung.

Der große Abstand zwischen Vorderrad und Fahrerhaus ist der angetriebenen Vorderachse geschuldet.


Wer sich etwas bückt, kann sogar bequem auf Rahmen und Motor schauen.

Gebaut wird der Motor in Mannheim gebaut.

Das Heck ist mit einem Träger für die Aufnahme von Containern oder Ladeflächen mit Twistlock-Verriegelungen ausgelegt.

Der freie Raum hinter dem Endtopf blieb weitestgehend ohne weitere Bauteile.

Perfekt um den Kopf hindurch zu stecken und auf Kardanwelle, Blattfedern und Lenkgestänge zu schauen.

Über ein automatisiertes Powershift 3 Getriebe wird die Motorleistung an alle drei Achsen übertragen.

Der Endtopf ist wirklich ungewöhnlich, denn die Abgase werden zur Fahrzeugmitte geleitet.

Dies ist für eine bessere Wärmeverteilung, um im Einsatzfall nicht per Wärmebildkamera oder Abgaswolke sofort aufzufallen.

Hinter dem Fahrerhaus gibt es einen Schrank, der von der Beifahrerseite aus über eine Klappleiter erreichbar ist.


Auffällig ist der dick aufgetragene bronzefarbene Korrosionsschutz am Rahmen und anderen Bauteilen.

Kotflügel und Aufnahmen für Hemmschuhe und anderes Zubehör sind im matten militär-oliv gehalten.

Der Träger mit den Twistlocks ist zentral gelagert und kann dadurch starke Verwindungen des Rahmens ausgleichen.

Am Fahrzeugheck gibt es eine große Nato Anhängerkupplung und die üblichen Bergeösen.

Auf der Hinterachse wurden je Achse nur zwei Reifen aufgezogen.

Die Bereifung im Format 14.00 R 20 kommt von Michelin und ist speziell für Geländeeinsätze ausgelegt.

Die Schutzgitter an den hinteren Lichteinheiten dürften nur vor leichten Fremdeinwirkungen schützen.

Auch wenn es auf den ersten Blick nach Luftfederung aussieht, kommen hier klassische Blattfedern zum Einsatz.


Den großzügigen Einsatz der Oberflächenversiegelung im militärischen Bereich gibt es auch bei anderen Herstellern.
Dieser MAN HX 44M 8x8 für Sumisho Aero-Systems Corporation wurde damit ebenfalls behandelt.

Auf der linken Seite befindet sich ein Reserverad, welches per Hydraulik heruntergelassen werden kann.

So kann dem Truck bei einem Plattfuß unabhängig geholfen werden, weil auf allen Achsen das gleiche Reifenformat genutzt wird.

Bei normalen gewerblichen LKW rollen auf der Vorderachse meist breitere Reifen als auf den zwillingsbereiften Hinterachsen.

Gefertigt werden die Achsen im Kasseler Mercedes-Werk.

Die Montage der Einzelkomponenten erfolgt im größten Mercedes-Werk in Wörth.

Beim Blick auf die vielen Spiegel: Ist eigentlich aufgefallen, dass der Arocs ein Rechtslenker ist?

In Molsheim, dort wo auch die großen SLT-Zugmaschinen entstehen, bekommen die Trucks die chemikalienresistente Lackierung.

Die finale Bestückung mit der militärischen Sonderausrüstung erfolgt ebenfalls in Frankreich.


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