Veröffentlicht am 02.10.2026

Schon auf den ersten Blick fällt der ungewöhnlich lange Radstand dieses Vierachsers auf.

Das Typenschild verrät, dass sich unter dem Rahmen nicht die übliche Achsformel versteckt.

Bisher ist mir kein Actros mit normaler Bereifung und derart großem Staufach hinter dem Endtopf vor die Linse gekommen.

Üblicherweise sind bei Actros-Schwerlastern mit der 8x6/4-Achsformel die erste und die beiden hinteren Achsen angetrieben. Die mitgelenkte Vorlaufachse dient nur dazu mehr Gewicht auf dem Sattelteller zu tragen.
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Die gelenkte und angetriebene letzte Achse am Schwerlaster ist derzeit wohl einmalig.

Der Turm ist ebenfalls nicht nach üblichem Schema bestückt.

Da die Zugmaschine Auflieger und Anhänger nicht hydraulisch versorgen muss, fehlt der Hydrauliköl-Tank auf der linken Seite.

Am Ende des langen Rahmens ist eine orangene Schwerlast-Kupplung eingepasst.

Von oben kann man perfekt auf die Antriebswelle der Hinterachse schauen.

Der Sattelteller ist großzügig verschiebbar.

Der Radstand zwischen den drei angetriebenen Achsen beträgt jeweils 1450 mm.

Für die Sicht nach hinten befindet sich eine kompakte Kamera im Rahmen (rechts im Bild). Die Kupplung am Heck des Frederici ist keine große Rockinger.
Für Schwertransporte bis zu 250 Tonnen Anhängergewicht reicht der orangene Verbinder auf alle Fälle. Aber dazu weiter unten mehr...

Ohne Frontkupplung kommt der Actros auf eine Gesamtlänge von 8.820 mm.

Der Laufsteg hinter dem Turm führt recht hoch über dem Fahrzeugrahmen.

Der große Freiraum zwischen Lenk- und erster Antriebsachse wurde mit einem riesigen Staufach ausgefüllt.


Der Abstand zwischen den ersten beiden Achsen beträgt 3.400 mm.

Natürlich können auch andere Radstände geordert werden.


Die Stauboxen zwischen den angetriebenen Achsen bieten Platz für die üblichen Kleinigkeiten auf Tour.


Die Kupplungen an Front und Heck vom Typ "V. Orland HD5F251" sind für Anhängergewichte bis zu 250 Tonnen zugelassen.

Das dezente, orangene Teil bringt satte 72,5 Kilogramm auf die Waage.

Da kann der gut bestückte Dachbügel wiegt mit Sicherheit weniger
.

Auch der ganz besondere Arocs mit dem hochgelegten Fahrerhaus von Baumann wurde bei Paul gebaut.
Und auch hier klar erkennbar, dass eine Registerkupplung meist nur für Rangiereinsätze taugt. Wenn wirklich schwere Lasten bewegt werden müssen, braucht´s eine richtige Kupplung
.

Der Abstandssensor wurde von unteren Stoßfängerelement nach oben über dem Kupplungsträger versetzt.

Schon auf der IAA Transportation 2022 präsentierte Paul eine vierachsige Schwerlastzugmaschine mit ungewöhnlichem Radstand.
Der Arocs SLT 4363 ist ebenfalls für schwere Gebirgseinsätze in der Schweiz ausgelegt.


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