Veröffentlicht am 20.02.2026


Mitte Oktober 2025 wartete dieses auffällige Gespann samt Ladung im Bremerhavener Hafen.

Allerdings war die Identifikation des Vierachsers nicht so einfach wie gewohnt.

Die Motorisierung mit 780 PS ist bei den Schwerlast-Zugmaschinen von Volvo noch recht selten anzutreffen.
Erfahrungsgemäß wird sich das aber recht zügig ändern. Die Premiere des vierachsigen FH5 mit 780 PS erfolgte schon auf der IAA 2024, starteten die ersten Auslieferungen erst später.

Die Verkleidung am und hinter dem Fahrerhaus entspricht nicht dem üblichen Schema aus Nürnberg.

Dies sieht man an der Bestückung zwischen den ersten beiden Achsen.

Falls es jemand übersehen hat, weise ich auf die Sensoren des Seiteraumradars hin.

Auch hinter dem Fahrerhaus gibt es Unterschiede zu dem bekannten Popp-Aufbau zu entdecken.

Leider ist die große Fläche hinter dem Turm nicht durchgängig, sondern hat eine mit Plane abgedeckte Mulde in der Mitte.

Über den beiden Antriebsachsen liegt die Rahmenverstärkung.

Damit die verschiebbare Sattelplatte auch bei schweren Lasten das Gewicht aufnehmen kann, brauchts mehr Stabilität.

Anhängereinsätze sind mit diesem Volvo nicht möglich.

Die große Staubox verfügt über einen Deckel, der sich über die gesamte Fahrzeugbreite erstreckt.
Neu ist die Idee nicht, denn bei Grohmann wurden schon 2022 einige Schertransport-Volvos mit identischer Turmbestückung auf die Straßen geschickt.


Am Träger für die Rundumleuchte zwischen den Druckkesseln befindet sich ein LED-Zusatzstrahler.


In der Fahrzeugmitte gibt es sogar eine Kamera für die gute Sicht auf Auflieger und Ladung.

Wirklich ungewöhnlich ist das Fahrerhaus mit den festen, aerodynamischen Seitenverkleidungen. Einen ähnlichen Vierachser gibt es im Fuhrpark von Glogau.
Somit entsprechend die am Turm befestigten Teile nicht den gewohnten, fast rechteckigen Windleitblechen.

Die Riffelblechgänge ähneln der Lösung einiger anderer Nicht-Popp-Schwerlaster.


Auf der rechten Seite ist an der Verkleidung des Endtopfs die schwarze Abdeckung des Seitenraumradars erkennbar.
Den ersten 780er auf der Straße erwischte ich im Juni 2025 im Bremerhavener Hafen.

Wer Namen oder Logos des Betreibers sucht, wird nicht fündig.

Der Big-Move-Aufkleber dürfte noch aus der ersten (kurzen) Einsatzzeit unter "anderer Flagge" stammen.

Bei der Firmenzuordnung hat der Blick auf das Kennzeichen des Volvo und die Erinnerung geholfen.
Dessauer Kennzeichen mit der Buchstaben-Kombination "JC" kamen mir schon einige Male vor die Kamera. Dabei handelte es sich bisher immer um schwarze Trucks mit dem Schriftzug von TAS-Logistik an der Front.

Mit der breiten Traverse an der Front kann das Gespann im Bedarfsfall durch ein weiteres Zugfahrzeug unterstützt werden.

Die Lösung mit den flachen Rundumleuchten und den kleinen LED-Strahlern wirkt dezent und unauffällig.

In Holland gibt es sogar Schwerlast-Volvos mit dem FMX-Stoßfänger, der normalerweise bei Baufahrzeugen Verwendung findet.
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