Veröffentlicht am 16.04.2021

Wochenend-Aufenthalte fern der Heimat sind für die vielen LKW-Fahrer meist lästiges Zeitabsitzen.

Für mich war es darum ein glücklicher Zufall diesen Vierachser mal an ungewohnter Stelle vor die Kamera zu bekommen.

Frisch gewaschen, stand dieser Volvo FH 13 mit 540 PS in der Nähe der Bremerhavener Veranstaltungsmeile.

Der Auflieger für Teile einer Windenergieanlage wartete derweil an einem anderen Ort.

Den meisten Stammgästen dürfte schon eine Besonderheit aufgefallen sein.

Hinter der üblichen vierten und letzten Achse gibt es ein weiteres Radpaar.

Allerdings mit kleinerer Bereifung.

Die kleine und letzte Achse wird bei Bedarf ans Heck gebolzt, um die Traglast auf dem Sattelteller zu steigern.

Über die hydraulische Versorgung des Volvo wird die Anbolzachse mitgelenkt.

In den meisten Fällen kann diese bei Leerfahrten auch geliftet werden.

Auch wenn an der zusätzlichen Achse die Aufkleber von Popp dominieren, wurde diese von HFR Trailer A/S in Dänemark gebaut.

Gerade im Bereich der Schwerlast-Zugmaschinen waren dänische Unternehmen echte Vorreiter dieser Lösung.

Wer 2016 zum großen Doppel-Jubiläum im dänischen Sommersted war, konnte etliche Anbolzachsen entdecken. Gerade bei Torben Rafn wurde gern auf diese flexible Lösung gesetzt, um höhere Gewichte auf der Zugmaschine zu fahren.
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Hier nochmals der genaue Blick auf die Anschlüsse zur Versorgung.

Die Montage / Installation kann durch einen Gabelstapler wesentlich erleichtert werden.

Laut dem Hersteller sind bis 11,5 Tonnen Achslast erlaubt.

Wer sich etwas in Bremerhaven auskennt, wird den Ort schnell wiedererkennen.

Jede Zusatzachse ist wie ein Anhänger mit einer eigenen Zulassung und somit mit einem eigenen Kennzeichen unterwegs.

Natürlich ist man mit der Anbolzachse flexibler, ob es sich aber wirklich lohnt nicht gleich auf einen entsprechend ausgestatteten Fünfachser zu setzen, wird man vermutlich nur mit ganz spitzem Bleistift ausrechnen können.
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Schließlich muss bei den Serienzugmaschinen die entsprechende Aufnahme montiert werden, außerdem müssen die elektrischen und hydraulischen Versorgungsleitungen mit den entsprechenden Steckern ebenfalls am Heck vorhanden sein.


Zu Kontrollzwecken gibt es eine Druckanzeige.


Im Hintergrund ist gut das markante Sail City Hotel sowie die Marina mit etlichen Segelbooten zu erkennen.


Natürlich muss bei den verschiedenen Fahrzeuglängen auch die Sattelplatte entsprechend verschoben werden können.


Hinter der Vorderachse befinden sich auf der Fahrerseite nut Batteriefach und Druckkessel.

Hier ein weiterer fünfachsiger Volvo, dessen Besonderheiten sich vin vielen kleinen und feinen Details verstecken. Und man mag es kaum glauben: Für diesen weißen Volvo gibt es sogar eine passende Ballastpritsche!
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