Veröffentlicht am 05.12.2025
Tolle Absperrbänder
:
Dass extreme Raritäten und Einzelstücke hinter Absperrbändern stehen, ist nachvollziehbar. Allerdings sollten diese dann auch so um die Exponate gestellt sein, dass diese wirklich vor "Tätlichkeiten" übereifriger Besucher geschützt sind. In Essen geht man andere Wege: Hier wird sozusagen häufig auf Tuchfühlung eingezäunt. Effektiven Schutz für die Exponate bringt das nicht. Jedem dem danach ist, kann die Exponate nach Belieben befummeln. Hier ein Beispiel von vielen:

Gute Fotos sind damit für alle Messebesucher unmöglich!
Zukunft der Messe:
In den letzten Jahren hat sich das Gesicht der Essen Motorshow in vielen Bereichen leider massiv verändert. Inzwischen sind etliche bekannte Namen verschwunden oder haben zumindest die eigenen Stände aufgegeben. Der große Keller gehört schon lange nicht mehr zur Ausstellungsfläche. Stattdessen sind viele Bereiche mittlerweile "Food-Areas" geworden. Ich möchte nichts gegen die vielen Enthusiasten und privaten Tuner sagen, die mit viel Begeisterung Unsummen investieren und wirklich individuelle Tuning-Highlights präsentieren. Aber Hypercars und echte Eye-Catcher sind an der Hand abzuzählen. Das war mal anders!
Bei der Essen Motorshow 2018 gab es echte Leckerbissen, wie diesen VW I.D. R Pikes Peak 2018.
Derartige Rekordbrecher und Einzeltücke zeichneten die Tuning-Events in Essen aus, aber heute?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das aktuelle Konzept viele Besucher dauerhaft zum Wiederkommen animiert.

Igendwie hat die Essen Motorshow in den letzten Jahren ihr Gesicht massiv verändert.

Leider nicht nur zum Besseren, wie ich schon in den Vorjahren resümierte.

An vielen neu entstandenen "Networking Spaces", seltsamen Exponaten und einem weiter gestiegenen Anteil von "Kinderwagen-Besuchern" zeigt sich klar, dass inzwischen bevorzugt auf den Event-Charakter gesetzt wird.

Früher holte sich die Tuninggemeinde Ideen und konnte die gewünschten Teile einsammeln.

Zurück zum klassischen Tuning: Individuelle Abgasanlagen sind seit Erfindung des Verbrennungsmotors das beliebteste Optimierungstool für mehr Leistung, Akustik und Emotionen.

Die optimierten Luftführungen sind allerdings meistens unter einem Auto zu finden
.

Nicht immer versteckt sich unter den optisch markanten Blechkleidern das Erwartete.

Anstelle der frei nutzbaren Ladefläche befindet sich ein leistungsstarker V12 von BMW hinter den Fahrersitzen.

Krasser reduziert zeigt dieser Däne die komplette Antriebstechnik.

Diesem Renault Monaquatre Razor wurde nicht nur das Dach gekürzt, sondern auch ein 400 PS Motor spendiert.

Nun zum echten Aufreger der Essen Motor Show 2025: Die Absperrungen vieler Exponate.

Der Rennwagen scheint durch viele Einsätze aus der Nähe betrachtet eh einem Schrottwagen gleich, aber um die Optik zu wahren (oder kennt jemand einen besseren Grund?) wird die Gurtabsperrung fast an das Exponat gelehnt. Schutzwirkung nahezu null, aber für Fotos absolut störend. Wo ist der Sinn?

Mit einigen tausenden Glitzersteinchen sorgte dieser Porsche GT3 RS ganz ohne Absperrungen für Aufsehen.

Und wie man sieht, wird dieser Freiraum wertgeschätzt und nicht überbordend ausgenutzt.

Camping ist zwar ein mittlerweile zurückgehender Trend und bei der EMS 2025 eher eine Randerscheinung.

Diesmal habe ich die Exponate nach Herstellern sortiert, den Anfang macht BMW.

Mattfolierungen und fette Felgen sorgen immer für viel Aufmerksamkeit.

Auch hier geht es nicht um die grünen Exponate
.

Zuweilen ist auch der Blick unter die Motorhaube erlaubt.

Gerade der neue BMW M5 bietet viele Möglichkeiten reichlich Kohle zu versenken
.

Eigentlich alle Modelle der M-Baureihen...

Außergewöhnliche Farben sind weiterhin höchst angesagtes Thema.

Vermutlich werden diese aber nur von Fahrwerks- oder Felgenherstellern bevorzugt zur Aufmerksamkeitssteigerung eingesetzt.

Ob diese Mischung aus gebürsteter Optik und Verbreiterungen wirklich die finale Optik zeigt, wage ich zu bezweifeln.

Allein durch die farbliche Hervorhebung des Verbreiterungs-Kits ist dieser BMW ein echter Gewinn für die Szene.

Aber wie es so immer ist: Es gibt immer einen, der mehr hat
.

Dieser 2007er M6 ist zwar ein Einzelstück, allerdings sind über 400.000 Euro schon ein respektabler angepeilter Verkaufspreis.

Seit Jahren gehört die Marke mit den vier Ringen zu den beliebtesten (oder nur am häufigsten) Exponaten in Essen.

Leistungsangaben mit vierstelligen Werten gehören schon länger zum guten Ton.

Selbst restaurierte oder neu aufgebaute "Old- und Youngtimer" sorgen stets für neue Begehrlichkeiten.

Und wieder das bekannte Spiel: Knallige Farben werden bemerkt.

Interessant, aber in Deutschland vermutlich nicht zulassungsfähig ist dieser Audi, dessen Frontscheinwerfer identisch aussahen.

Inzwischen reicht ein einfaches Topmodell der Stuttgarter nicht mehr als Tuningbasis.

Ohne das "dicke B" im Kühlergrill scheint die Motorleistung für eine Inmdividualisierung nicht mehr zeitgemäß
.

Ok, zuweilen wird gespart: Dann muss ein einfacher AMG herhalten
.

Für einen guten Messeauftritt reicht meist neben auffälliger Lackierung das passende Bodykit, Felgen und ein tiefes Fahrwerk.

Optisch an den Brabus Leightweight 190E ist dieser Restomod mit 3,6 Liter Motor und diversen Teilen von Mercedes und anderen Zuliefern und Tunern angelehnt.
Vielleicht bin ich allein mit meiner Meinung, aber ich würde gerade in diesem Fall das optisch gelungenere Original bevorzugen
!

Wie auch immer, ob blau rot - Tuning nimmt gerne beliebte Originalvorlagen auf.

Nur mit Farbe, Tieferlegung oder Luftfahrwerk bleibt sogar das H-Kennzeichen in Reichweite, sofern der Prüfer mitspielt.

Die große und leistungsstarke S-Klasse ist schon aufgrund der Innenausstattungen mittlerweile höchst beliebt in der Tuningszene.

Ein ungewöhnlicher Mercedes ohne Stern: Dieser Schulz-Citycar ist ein echtes Einzelstück.

Der Schulz Mannschaftswagen wurde nach Kundenwunsch gefertigt.

Wenn man schon ein besonderes Einzelstück nach Essen holt, warum wird dies dann so unfotogen eng eingezäunt?
Auch hier nochmal die sichere Erkenntnis, dass die Poller an Front und Heck beim Umkippen den Maybach Exelero vermutlich beschädigen werden.
Auf der IAA 2005 stand der 351-km/h-Flitzer besser da.

Dieser GT-Rennwagen wurde einfach auf ein kleines Podest gestellt und schon ist der Flitzer besser sichtbar und verfügt über eine unsichtbare aber effiziente Absperrung.

Matte knallige Farbe und markante Kontrastflächen machen diesen Lamborghini unübersehbar.

Bodykits sind nicht immer eine Aufwertung.

Der überbreite Heckspoiler samt Finne macht schon Eindruck.

Besonders in Asien sind die verschiedenen Modelle von Nissan beleibt, hier ein pinker Nissan GT-R (R35) von Mareike Fox.

Der GT-R (R32) ist inzwischen ein echter Klassiker in der Riege der Kraftmeier.

Der Nissan Skyline GT-R der ersten Generation (KPGC10) wurde zwischen 1969 und 1972 produziert.

Der GT-R (R34) wird oft als "Godzilla" bezeichnet und sorgte für die Begeisterung und Verbreitung in Europa.

Ob dieser G34 GT-R wirklich ein echter Nismo ist, darf bei einer Gesamtauflage von weltweit 19 Fahrzeugen zumindest bezweifelt werden. Ab Werk wurde dieses Sondermodell von Nismo (Nissan Motorsports) mit einem stark modifizierten 500 PS starken 2,8-Liter-Motor aufgebaut.

Die aktuellen Ferrari-Modelle werden gern von Abgasanlagen-Herstellern als Exponate ausgewählt.

Die Klassiker sind inzwischen bezahlbarer geworden und bieten viele Tuning-Möglichkeiten.

Echte Tuner belassen es ja nicht bei den Äußerlichkeiten.

Irgendwann sind im frei sichtbaren Bereich alle Möglichkeiten ausgeschöpft.

Wobei die Möglichkeiten auch stark von der gewählten Basis abhängen
.

Mit der Zusatzausrüstung wurde dieser Frontera zum echten Offroader, wenn auch eher zu Showzwecken.

Die Felgen muss man mögen oder?

Dieser Corsa mit Ultra-Breitbau bekam einen getunten Kadett GSI-Motor mit 231 PS und Bremsen vom Corrado VR6 verpasst.

Schon 2019 wurde ein Toyota Supra GR 3.0 von JP Performance auf der Essen Motorshow vorgestellt.
6 Jahre später ist der Flitzer breiter und auffälliger geworden. Die Tieferlegung wird durch ein Airride-Fahrwerk ermöglicht.

Mit 220 PS ist dieser Excort Mk4 nicht mehr serienkonform, aber flotter
.

Wesentlich brachialer geht dieser RS Turbo mit satten 450 PS zu Werke. Damit auch die sichere Bremsung gewährleistet ist, wurden die Bremsen vom McLaren 720 LT verbaut und mit Porsche Carbonscheiben bestückt.
Der schwarze Flitzer ist zwar nur ein 675 LT, aber die Bremsen sind gut erkennbar.

Super finde ich, dass es inzwischen für wirklich alle Hersteller Tuning-Elemente gibt.

Gerade Markenvielfalt und Abwechslung macht die Szene bunter und interessanter.

Und es müssen ja nicht immer sportliche Fahrzeuge sein.

Extreme Tieferlegung (oder ist das schon Autoablage
?) ist Geschmackssache, aber diese Folierung hebt die Formen hervor.

Knuffig oder?

Natürlich gibt es für die aktuelle Corvette inzwischen unendlich viele Möglichkeiten zur Individualisierung.
2020 kamen die ersten C8 Stingray im Bremerhavener Hafen an. Schon damals ab Werk in vielen kunterbunten Farben.

Gibt es mehr echten Motorsport als bei Porsche?

Viele Jahre gehörte Mitsubishi zu den erfolgreichsten Marken in der WRC.
So verwundet es nicht, dass es eine eingeschworene Fangemeinde der bezahlbaren Hochleistungsboliden gibt.

Und am Ende fehlen mir einfach die Worte...

Auf jeden Fall war die 2025er-Auflage der Motorshow Essen einen Besuch wert,
also schon mal den nächsten Termin vormerken!
Von | Bis | Ort | Info |
|---|---|---|---|
November | 2026 | ||
28.11.2026 | 07.12.2026 | Essen | 58. Essen Motorshow Der Messe-Bericht von 2025... |

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