Veröffentlicht am 05.04.2019

Im Sommer 2018 kam dieses Gespann für sieben Transformatoren-Transporte in den Hafen von Brunsbüttel.

Besonders interessant war vor allem das Zugfahrzeug der Spedition Kübler aus Michelfeld.

Erst kurz zuvor wurde dieser sehr speziell aufgebaute Vierachser in den aktiven Fuhrpark aufgenommen.

Da die Zulassungsbeschränkungen durch die Abgasvorschriften eine erstmalige Anmeldung, bzw. Zulassung als Neufahrzeug nach dem 31.12.2017 nicht mehr möglich war, gehe ich davon aus, dass dieser Truck zuvor eine Tageszulassung erhalten hat.

Erst danach kümmerten sich die Spezialisten von Toni Maurer um die vielen Anpassungen des V8-Geräts.

Links sind zwischen Vorder- und Vorlaufachse deutliche Unterschiede zum Vierachser mit zwei antriebenen Achsen auszumachen.

Es gibt hier keine ausziehbare Leiter, sondern Trittstufen, die unter und neben dem AdBlue-Tank eingepasst wurden.

Auf der Ballastpritsche ist die normale Version mit 8x4/4-Achskombination zu sehen - perfekt für einen direkten Vergleich.

Wenn allerdings die Ballastpritsche geladen ist, kommt man eh kaum an das Anschlusspanel am Schwerlastturm.


Wer genau hinschaut, entdeckt kleine Unterschiede zum Serienstandard.

Die mächtige Ballastpritsche reicht hinten bis ans erlaubte Limit, was den Überhang angeht.

Durch die flachen Riffelblech-Abdeckungen über den Achsen steht die Pritsche etwas aufgebockt.

Für gute Sicht nach hinten sorgen in der Nacht mehrere LED-Strahler am Heck.


Die Anhängerkupplung ist nicht ganz oben am Rahmen montiert.

Auf der rechten Planenseite ist ein ein großer Schiffstransport mit dem bekannten Actros 4160 SLT zu sehen.

Von der Seit ist nochmals gut zu erkennen, wie hoch die Ballastpritsche aufgrund des Satteltellers über dem Rahmen "schwebt".

Unüblicherweise verfügt die Lagerung nicht über die bekannte Containerverriegelung Twistlock.

Auch wenn es nur ein winziges Detail ist, so sind die Endrohre etwas zur Seite geneigt.

Die Besatzung muss sich schon mit Schwung in die Kabine bewegen, denn die erste Stufe ist nicht direkt in Bodennähe

Auch auf der Beifahrerseite gibt es zwischen den ersten beiden Achsen eine Aufstiegsmöglichkeit.

Rund um den Bereich Endtopf und Luftfilter wurde eine kleine Treppe zum Catwalk eingepasst.

Entstanden sind die Fotos im Juni 2018 im Hafen von Brunsbüttel.

Nur wenig später ging es mitsamt der Ladung auf die Reise, aber dazu später mehr.

Die Flaps unterhalb des Frontstoßfängers finde ich besonders gelungen.

Auf dem Dach gibt es die übliche Galerie mit vie großen Zusatzstrahlern, die bei Bedarf für gute Sicht sorgen.

Und um sicher zu gehen, hier der Blick unter das Fahrerhaus auf die angetriebene Vorderachse des MAN TGX 41.680.


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