Veröffentlicht am 16.01.2026
Früher war alles anders
:
Meist bemerkt man die wirklichen Auswirkungen von Veränderungen erst, wenn sich diese längst im täglichen Leben breitgemacht haben. So wurden bis zur Vorstellung des Mercedes Actros SLT 4153S von Torben Rafn (RU97615), der auf der IAA 2000 noch im anderen Farbkleid präsentiert wurde, Schwerlast-Zugmaschinen individuell aufgebaut. Die meisten Unternehmen nutzten erprobte Komponenten und ließen diese durch Fachwerkstätten oder eigene Monteure zu einem individuellen Gesamtpaket zusammenstellen.
Natürlich führten die verschiedenen Wege zu unterschiedlichen Ergebnissen. Nicht jede Lösung erfüllte die Erwartungen oder war den Dauerbelastungen gewachsen. Aber es gab auch Entwicklungen und Konfigurationen, die sich bewährten und im Laufe der Jahre gern kopiert wurden. Damals war halt vieles anders, bei fast jeder Spedition oder Kleinserie (wie dieser MAN 33.604). Inzwischen sind die Baukästen meist für Modellgenerationen fast identisch.
Es gibt jetzt einfach viel weniger zu entdecken...

Diese Fotos aus dem Herbst 2001 entdeckte ich neulich zufällig wieder im Fotoarchiv und ich finde der Rückblick lohnt sich.

Der Allradler mit dem hohen Einstieg verfügt über einen langen Tank zwischen den ersten beiden Achsen.

Ein nahezu baugleicher MAN-Allradler von Baumann wurde bei einem Schwertransport nahe Bremen mit zwei Gespannen im Mai 2003 eingesetzt. Der Dieseltank ist beim Baum-MAN mit zwei Gurten befestigt, der Baumann trägt drei Tankgurte.
Auf der Fahrerseite hat der Baumann-Dreiachser ein größeres Staufach vor den beiden Hinterachsen.

Rechts hinter dem Fahrerhaus befindet sich die Zusatzkühlung für die Antriebstechnik.

Die Schutzgitter gehörten nicht zum Standard der Kleinserie. Die "Steigbügel" auf Radnaben-Höhe erleichtern den Zugang.

Ob der Allradantrieb notwendig war, um den vierachsigen Anhänger samt Ladung in den Norden zu bringen, bezweifle ich
.

Ohne die angetriebene Vorderachse kann das Fahrerhaus wesentlich niedriger auf dem Fahrzeugrahmen montiert werden.
Bei diesem vierachsigen MAN F2000 41.463 von Schmidbauer ist gut der Unterschied zu erkennen.

Trotz des hohen Dachs hat der Fahrer nur wenig Platz in der Kabine.

Im Sommer 2018 wurde bei Toni Maurer die erste von drei aufwändig umgebauten TGX 41.640 mit angetriebener Vorderachse vorgestellt.
Neben dem um zusätzliche 250 mm verlängerten Radstand fällt die große XXL-Kabine auf den um 190 mm erhöhten Fahrerhausaufnahmen auf.

Schwerlast-Einsätze ohne die Ballastpritsche hat der Dreiachser in Deutschland nicht erlebt.

Der letzte in Deutschland zugelassene Schwerlast-MAN-V8 wurde etliche Monate vor der Inbetriebnahme zugelassen. Erst danach erfolgte der Einbau der angetriebenen Vorderachse.
Nur so konnten die Zulassungsvorgaben aufgrund der neuen Abgasbestimmungen umgangen werden. Die ganze Geschichte gibt es im ausführlichen Bericht.

Nach der Dienstzeit in Köln ging der Allradler nach Griechenland
Ob der Truck derzeit noch irgendwo im Einsatz ist, darf bezweifelt werden.

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