Veröffentlicht am 31.01.2020

Zwei Tage nachdem das Brecherhaus auf die "BigLift Barentsz" rollte, stand der nächste Mammuttransport an.

Für die Dauer der Schweißarbeiten hatte man rund um die Sockel des Brecherhauses Schutzgardinen aufgestellt.

Zwischenzeitlich versammelten sich die ausführenden Kollegen auch am über 34 Meter hohen Siebhaus.

Auch wenn es locker aussieht, schauen die Fachleute sich alle Details genau an.

Wenn sich die Räder erstmal drehen, möchte niemand auf unerwartete Probleme stoßen.

Unter diesem Dach wird zukünftig das zerkleinerte Geröll nach Größe sortiert.

Bis es soweit ist, wird allerdings noch einige Zeit dauern.

Dann wurden die vier Motoren der Selbstfahrer angelassen.

Zuerst ging es parallel zum an der Kaimauer liegenden Schwerlastschiff.

Doch schon nach wenigen Metern war die Fahrt erstmals unterbrochen.

Wo gerade noch das Siebhaus stand, versammelten sich eliche Kollegen.

Die auf der Sangfläche ausgelegten Stahlplatten hatten sich im Laufe der Montage unterschiedlich gesetzt.

Um beim anstehenden Rangieren, die vielen Reifen nicht zu beschädigen, wurden die besonders stabilen und hervorragenden Platten, die zuvor besonders große Krafte aufgenommen hatten, eingesammelt.

Mehr als eines dieser zentimeterdicken "Scheibchen" bewegte kein Träger pro Spaziergang
.

Dann wanderte der Fahrer wieder an den 18 Achslinien entlang, um zur Fernsteuerung zu gelangen.

Danach ging es weiter nach rechts, dabei wird das Abbiegen eingeleitet.

Man sollte trotzdem nicht unterschätzen, wie unübersichtlich diese Achssammlung ist.

Darum gab es an jeder Ecke mindestens einen "Beifahrer", der aus seinem Blickwinkel genauestens hinschaut.

Nur wenige Meter später standen die Räder wieder still.

Fast jedenfalls, denn die Hydraulik drehte die vielen für die weitere Fahrt zur Kaimauer.

Auf dem weitläufigen Deck waren die Schweißarbeiten abgeschlossen.

Die Demontage der Schutzgardinen und Behelfsstützen war in vollem Gange.

Zeitgleich drehte das Siebhaus auf die ausgelegte Rampe zu.

Beeindruckend bei derart engen Kurvenfahrten ist immer wieder das Ballet der vielen Räder.

Theoretisch wäre sogar eine Drehung auf der Stelle möglich.

Wie dann die ausgelegten Stahlplatten auf dem Sand arbeiten würden, wenn die vielen hydraulisch angetriebenen Achsen arbeiten, mag man sich lieber nicht vorstellen.

Also lieber im lockeren Bogen weiter zum Ziel.

Obwohl locker?

Kommt immer darauf an, wo man gerade hinschaut.

Auf der kurveninneren Seite sieht es natürlich am krassesten aus.

Je weiter es nach außen geht, desto weniger muss eingelenkt werden.

Optisch waren kaum Unterschiede auszumachen, vom Gewicht her schon:
Links stehen 1.470 Tonnen, rechts rollen sogar 1800 Tonnen an.

Wenn die Masse erstmal rollt, geht es auch sichtbar vorwärts.

Der Fahrer hatte aber schon den nächsten Haltepunkt direkt vor den vier Rampen im Auge.

Nach dem weichen "Ausrollen" wurden die Motoren abgeschaltet und das gesamte Team versammelte sich.
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