Veröffentlicht am 04.10.2019

Eine wirklich gelungene Premiere legte der chinesische Hersteller Honqgi auf der IAA 2019 hin.

Auch wenn nur zwei Fahrzeuge auf dem dafür wirklich großen Messestand zu sehen waren, sorgten diese für große Augen.

Für rund 2 Millionen Euro kommt diese blaue Flunder zu den stolzen Besitzern, die sich schnell genug richtig entschieden.

Im Innenraum bieten zwei farblich perfekt abgestimmte Sportsitze Pilot und Beifahrer sicheren Halt.

Man sollte allerdings schon gelenkig sein, denn man sitzt eigentlich direkt auf der Strasse.

Die Seitenlinie erscheint fast wohlbekannt, allerdings von europäischen Herstellern.

Diese "Taschen" vor der Hinterachse war schon in den Achtzigern in Maranello sehr beliebt.

Allerdings haben sich seit dem die Leistungswerte der Motoren gewaltig verändert.

Ovale, eckige oder gar offene Lenkräder waren damals in straßenzugelassenen Sportwagen garantiert nicht denkbar.

Inzwischen hat sich viel getan, was die Machbarkeit im Bereich der Zulassung angeht.

Unter der großen Haube im Heck werkelt ein leistungsstarker V8.

Damit der Honqgi S9 wirklich schnell wird, steht elektrische Unterstützung zur Verfügung.

Insgesamt bringt der Flitzer satte 1400 Pferdestärken auf die Straße.

Die mögliche Höchstgeschwindigkeit wird bei 400 Stundenkilometern abgeregelt.

Der Sprint aus dem Stand auf 100 Sachen ist nach nur 1,9 Sekunden erledigt, sofern der Belag mitspielt.

Nicht nur bei den Werten geben die Chinesen mittlerweile die Marschrichtung vor.

Gerade beim Styling wird längst nicht mehr kopiert, denn wer etwas erreichen will, muss eigene Wege gehen.

Mehr Spoiler ist selbst im Langstreckenpokal kaum möglich
.

Ab 2021 soll die Fertigung beginnen, allerdings nur in sehr überschaubarer Auflage.

Aktuell wird auf eine Begrenzung von 70 Exemplaren gesprochen.

Als Leuchtturmprojekt sollen dem S9 weitere Modelle folgen, die aber darunter angesiedelt sind.

Mit genauen technischen Daten hielt sich Honqgi zurück.


Somit bleibt der Trend bestehen, dass Hypersportwagen auch zukünftig immer häufiger aus China kommen werden.

Die Flaps aus Carbon hinter den Vorderrädern wurden mit weiterer Technik bestückt.

Weil die Außenspiegel fehlen, wurden diese durch kleine Kameras ersetzt.

Dies verbessert nicht nur den CW-Wert, sondern ermöglicht zusätzliche Sicherheits-Funkionalitäten.

Vermutlich wird man aufgrund der kleinen Auflage diesen Flitzer leider niemals auf der Strasse zu sehen bekommen.

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