Veröffentlicht am 15.06.2018

In einem kleinen Separée auf dem Messestand bei der IAA 2017 präsentierte Ferrari die neue Produktlinie "Tailor Made", die höchst individuelle Anpassungen des neuen Sportwagens an den eigenen Geschmack erlaubt.

Aus drei verschiedenen Kollektionen kann das Basisstyling gewählt werden: Scuderia, Classica und Inedita

Inedita bietet die experimentellsten Optionen. Ob auffallende Lederkombinatione, ungewöhnliche Stoffe oder farbeige Carbon-Details - hier wird sehr viel möglich gemacht. Dieser 488 GTB wurde mit Startnummern in historischen Lettern verziert.

Der Farbton "Blu Elettrico" ist schon länger lieferbar, allerdings nicht sehr häufig anzutreffen.

Das Signet an den Seiten des 488 GTB, verweist auf 70-jährige Jubiläum, extakt auf den 12. März 1947. An jenem Tag startete Enzo Ferrari mit dem 125 S das erste selbstproduzierte Automobil.

Unter dem Label Suderia wird rennsporttypisch mit Keval, Carbon und Alcantara gearbeitet, um die Sportlichkeit zu betonen.

Einen ganz anderen Look erkauft man sich mit dem Programm Classica. Elegante Pastell-Lacke erinnern an klassische Automobile, Kombiniert mit Vintage-Leder, Samt, Wolle oder Kaschmir entsteht eine vollkommen andere Welt.

Eines haben alle drei Programme gemeinsam: Der Kunde kann weitere eigene Wünsche einfliessen lassen.

Aber wie soll man wissen, was man möchte?

Um die Individualisierung aufzunehmen, muss der Kunde im Tailor Made-Zentrum im Werk in Maranello oder in der Filiale in Shanghai persönlich erscheinen.

Ein Expertenteam nimmt die Wünsche entgegen, während sich der Käufer die ´möglichen Materialien anhand von Mustern auswählen und anfassen kann.

Bis zum Abschluss des Gestaltungsvorgangs zeigt eine virtuelle Vorschau den aktuellen Stand der Konfiguration.

So kann man sich schrittweise dem eigenen ultimativen Traum-Ferrari nähern, bis alles zusammenpasst.

Die farblich abgesetzte Motorhaube gehört ebenfalls zum "Tailor Made"-Programm - wenn es jemanden glücklich macht
.

Eine Frage bleibt für mich allerdings bestehen.

Auch wenn es sich um "Tuning" durch Ferrari handelt, ist Geschmack grundsätzlich sehr persönlich und verschieden.

Wie verhält es sich mit dem Wiederverkaufswert derartig angepasster Ferraris? Nicht dass es den Erstkäufer jucken würde, aber sind die Einzelanfertigungen später günstiger, weil sich erstmal ein potentieller Käufer in die Anpassungen verlieben muss?

Schließlich dürfte es etliche "Tailor Made"-Ferraris geben, die nicht dem breiten Geschmacksprofil entsprechen und somit nur schwer ein zweites Zuhause finden werden. Eine günstige Möglichkeit, für Bastler oder "Rückrestaurierer"
?
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