Veröffentlicht am 20.12.2024

Anfang November 2024 parkte dieses lange, unbeladene Gespann im Check-In-Bereich des Bremerhavener Hafens.

Neben den hellen Scheinwerfern gibt es den Hinweis auf die verbaute Motorisierung.

Der extrem gute Zustand lässt auf eine bisher kurze Einsatzzeit des Vierachsers schließen.

Erst wenige Wochen zuvor parkte ein anderes Gespann aus gleichem Fuhrpark an fast gleicher Stelle.
Trotz gleicher Farbgebung wurde der MAN nicht in Deutschland, sondern in Tschechien zugelassen.

Es gibt aber eine Gemeinsamkeit: Der Turm hinter dem Fahrerhaus kommt bei beiden Schwerlastern ohne Seitenverkleidung aus.

Der Endtopf versteckt sich hinter einer Verkleidung.

Ganz oben im Turm liegt die übliche Druckkessel-Reihe.

Zwischen den beiden großen Stauboxen steht ein größerer Hydrauliköltank zur Versorgung des Aufliegers.

Anstelle eines großen Dieseltanks sind zwei kleinere Tanks verbaut, mittig dazwischen befindet sich der AdBlue-Tank.

Da keine Einsätze mit Ballastpritsche und Anhänger geplant sind, gibt es keine Kupplung am Heck.

Schwere Geländeeinsätze gehören ebenso wenig zum Einsatzgebiet, deswegen ist die Sattelplatte nur einfach gelagert.

Der Goldhofer-Auflieger ist mit Schienen ausgestattet, somit werden meist Straßentransporte erledigt.

Der Grund für die Reise nach Bremerhaven waren einige Schienenfahrzeuge, die vom Zwischenlager im Hafen auf ein Schiff bewegt werden mussten. Das notwendige Spezialequipment wird bei Bedarf angemietet, wie in diesem Fall.

Das Verschieben des Satteltellers ist nicht möglich.

Die Anlieferung der Schienenfahrzeuge erfolgte bereits in den Vorwochen.

Die Tankform ist schon recht außergewöhnlich.

Auf dem "Heckspoiler" oben am Turm sitzt eine elektrisch justierbare Fernsehantenne.

Durch die Doppeltank-Lösung ist die Befüllung von beiden Seiten aus bequem möglich.


Der Platz zwischen den ersten beiden Achsen wurde perfekt ausgefüllt.

Inzwischen setzt auch Scania bei der neuen 770S-Baureihe (zumindest gegen Aufpreis) gern auf eine schicke Seitenverkleidung hinter dem Fahrerhaus.
Und aus meiner Sicht wertet das den gesamten Truck optisch mächtig auf. Oder gibt es wirklich etwas zu meckern?


Wenn die Schienenstränge zwischen den Achsen eingehängt wurden, ist der Auflieger bedeutend länger.

Im Gegenverkehr wirkt der 660PS-Scania eher unauffällig.


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