Veröffentlicht am 20.03.2026

Nach der Mittagspause surrten die Antriebe und der Ausleger trennte sich langsam vom Grundgestell.

Da der genaue Schwerpunkt nicht bekannt war, begann das Maschinenhaus etwas zu pendeln.

Die Ursache waren die Befestigungspunkte der Hubschlaufen, die nur durch einige minimale Probehübe ermittelt wurden.

Für den Hub war der Ballastträger mit zusätzlichen Gewichten bestückt worden.

Aus diesem Blickwinkel ist gut der bisherige Schienenstrang auf dem baufälligen Fundament zu erkennen.

Um die obere Kranhälfte in der Luft zu steuern, dirigierten Mitarbeiter die Auslegerspitze vom Boden aus an langen Seilen.

Großflächige Objekte am Kranhaken neigen dazu sich schon bei schwachem Wind in der Luft zu drehen.
Gerade in größeren Höhen ist meist mit höheren Windgeschwindigkeiten zu rechnen. Bestes Beispiel sind die Hübe von Rotorblättern bei Windkraftanlagen.

Rechts neben dem Vierbein ist das neue, graue Fundament mit den beiden kurzen Schienensträngen zu erkennen.

Hier ist gut das großflächig abgetragene Geeste-Ufer rund um das ursprüngliche Fundament zu erkennen.

Vom Einsatzort waren es nur wenige Schritte bis zum Stadtzentrum.

Der Ausleger soll hinter dem Vierbein und dem LTM 1230-6.1 abgelegt werden.

Während des Schwenks konnte man in den Drehkranz schauen.

Von der Straße aus konnten die wenigen Schaulustigen perfekt das Geschehen begleiten.

Für alle Nicht-Bremerhavener: Der Hafen befindet sich etwas weiter rechts des rechten Bildrands.

Allerdings sorgte der Wind für reichlich Arbeit am Boden.

Die korrekte Ausrichtung war für die Zwischenlagerung am Boden entscheidend.

Hier sind gut die gespannten Ausrichtungsseile zu erkennen.

Wer in Krannähe nach oben blickte, konnte gut in den großen Drehkranz schauen.

Ebenfalls gut zu erkennen, dass im Kran trotz des norddeutschen Klimas kein Rost erkennbar ist.

Der Schwenk zum Zwischenlager nahe der Folkert-Potrykus-Straße benötigte einige Zeit.

Die genaue Ausrichtung erfolgte erst in Bodennähe.

Als Lager wurden unter dem Ausleger stabile Holzbohlen ausgelegt.

Auf der anderen Seite wurde das Steuerhaus in Bodennähe abgestellt.

Danach wurde der Schwebeballast vom Liebherr LR 1600/1 getrennt.


Unter dem Maschinenhaus wurde ein hoher Sockel aufgeschichtet.


Die Auslegerspitze konnte frei im Raum schweben.

Und hier erwischte mich das Team eiskalt. Ich rechnete nicht mehr mit dem Einsatz zu späterer Stunde und so verpasste ich tatsächlich die Versetzung des vierbeinigen Grundgerüsts. Das einzige Foto des schwebenden Unterbaus stammt von BVT Chartering, dem federführenden Unternehmen der Aktion.

Am folgenden Tag schaute ich mir den neuen Aufstellort des Rickmerskrans an.

Leider war der reite Zugang noch nicht möglich.

Aber dies sollte sich einige Zeit später ändern.

Nachdem die Einsatzkrane verschwunden waren, konnte man perfekt auf das neue Fundament blicken.

Die neuen kurzen Schienenstränge verlaufen nun um etwa 90 Grad gedreht zur ursprünglichen Streckenführung.

Damit der Rickmerskran auch bei norddeutschen Küstenstürmen sicher steht, gibt es einige Fixierungen am Boden.

Ich gehe mal davon aus, dass hier noch Rostschutzfarbe und ein passender Lack aufgebracht wird.

Ein vierseitiger Bericht über die Versetzung eines historischen Krans in Bremerhaven.
Interessant war dabei, dass es keine verwertbaren Unterlagen zu Gewicht des Krans an der Geeste gab und alles im Vorwege ermittelt werden musste.

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