Veröffentlicht am 28.05.2021

Manche Projekte ziehen sich einfach gefühlt endlos. Oftmals sind die Gründe dafür so vielfältig und überraschend, dass am Ende kein entscheidender Grund festzumachen ist. Genauso war es bei diesem wirklich umfangreichen und vielseitigen Job.

Als die ersten Schwertransporte von Rostock aus im Herbst 2019 starteten, waren für mich schon die ersten Monate mit Kontaktaufnahmen, Terminanfragen usw. vergangen.

Lange stand eine niedrige Autobahnbrücke der einfachen Anreise ohne Rundfahrt quer durch den Horner Kreisel in Hamburg im Weg. Immerhin ist der Umweg über die B75 und A255 zurück zur A1 Richtung Bremer Kreuz ein echter Zeitfresser.

Danach führte die Route über Bremen und die A27 direkt nach Bremerhaven.

Die auf 3 Meter verengte Fahrspur durch die Hafentunnelbaustelle erforderte eine flexible Fahrbahnwahl.

Diese Stelle wurde mitten in der Nacht durchfahren, musste nur wenig Gegenverkehr von der Polizei eingebremst werden.

Vom Fahrer des dunklen Begleitfahrzeugs wurde der Nachläufer des rund 65 Meter langen Gespanns gelenkt.

Vorallem die Brücken auf der Strecke erforderten immer wieder ein gutes Auge.

Bei der finalen großen Unterführung in den Bremerhavener Hafen ist aber genug Platz in alle Richtungen.

Die Überführung der großen Stützen der Containerbrücken dauerte im Regelfall zwei Nächte.

Letzte wirklich herausfordernde Stelle ist die Einfahrt beim Zoll, aber da es keinen Verkehr gibt, kann frei ausgeholt werden.


Einige Jahre zuvor parkten hier regelmäßig viele Transportgespanne für Teile von verschiedensten Windenergieanlagen.
Je nach dem, wann man sich dort blicken ließ, konnte man morgens die unbeladenen Schwerlaster sehen oder abends nach der Ladungsaufnahme die beladenen und abreisebereiten Trucks bewundern, sofern man vor 22 Uhr vorbeischaute.

Mit rund 120 Tonnen Gesamtgewicht braucht der Transport nicht endlos viele Achsen.

Den meisten vorbeifahrenden Autofahrern war nicht klar, was hier geladen war.

Auf dem fünfachsigen Nachläufer mit Drehschemel lag der obere Teil des Containerbrückenbeins.

An diese Aufnahme kommt später ein wichtiger Querträger.

Von hier aus kann man gut die Länge des Gespanns einschätzen.

Bis zur Einfahrt in den Hafenbereich wird hier erstmal geparkt.

Natürlich wurden auch die kürzeren Querträger von den Spezialisten von TAS-Logistik angeliefert.

Eine gute Möglichkeit die verschiedenen Trucks aus dem Fuhrpark in Augenschein zu nehmen.

Entladen wurde auf dem Montageplatz im Süden der Bremerhavener Containerkaje.

Da sich die Transporte gefühlt über Ewigkeiten hinzogen, verwundert es wenig, dass der Stammfahrer für die langen Containerbeine während des Liniendienstes sogar eine neue Zugmaschine übernommen hat.

Die Fotos zeigen den Transfer eines Rohlings vom Stahlbau zur weiteren Ausrüstung und Lackierung zwischen den Rostocker Produktionsstätten von Liebherr.

Hier nochmals der neue Actros Titan 4163 von TAS-Logistik kurz vor der Abfahrt in Rostock.
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