Veröffentlicht am 17.01.2020

Nachdem Ford 1957 freiwillig aus dem Motorsport ausgestiegen ist, stellte man kurz darauf fest, dass diese Entscheidung ein echt erfolgreicher Imagekiller war und darum wollte Henry Ford ab 1962 wieder im internationalen Rennsport mitmischen.

Um schneller erfolgreich sein zu können, wollte Ford einfach Ferrari kaufen. Enzo Ferrari hatte Forderungen dafür im Gepäch, die Henry Ford nicht akzeptieren wollte und so scheiterte dieser Plan im Mai 1963 endgültig und das Projekt "LeMans-Racer" begann.

Ferrari im prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans zu schlagen, war oberste Prämisse bei der Entwicklung.

Vom MK I wurden fünf Prototypen mit einem 4,2 Liter V8 Motoren ausgestattet, zwei weitere (von fünf geplanten) entstanden als "Lightweight"-Ausführung mit viel Aluminium und anderen Gewichtsoptimierungen.

Dieser Ford GT40 MK I wurde auf der Essen Motorshow 2019 ausgestellt und zum Kauf angeboten.


In den straßenzugelassenen Fahrzeugen kam ein 4,7 Liter V8 aus dem Ford Mustang zum Einsatz.

Im späteren MK II wurde der Hubraum auf satte 7 Liter aufgestockt, der Motor stammt urspünglich aus dem Ford Galaxie.

Mit dieser Motorisierung schaffte der MK II 1966 den sensationellen Dreifach-Gesamtsieg in Le Mans.

Auch in den folgenden drei Jahren gingen die Gesamtsiege an Ford GT mit unterschiedlichsten Fahrern.

Keinem Fahrer war es vergönnt, zweimal mit einem Ford GT einen Sieg in Le Mans einzufahren.

Die erreichbare Höchstgeschwindigkeit auf der langen Geraden lag damals schon bei 320 Stundenkilometern.

Laut (halb-)offizieller Zählweise wurden zwischen 1964 und 1968 insgesamt 134 GT40 gebaut.

Falls jemand die Erklärung für den Namen noch nicht weiß, die "40" bezieht sich auf die Bauhöhe von 40 Zoll (ca. 102 cm).

Das Prinzip mit den gut sichtbaren Heck- und Mittelmotoren wird inzwischen fast nur noch von italienischen Herstellern gepflegt.

Die Prototypenmotoren mit 4,2 Litern liefern 350 PS, die großen 7-Liter-V8 kommen auf satte 485 PS.

Ford selbst spricht nur von 94 Serienwagen, wie sich die Differenz auch immer erklären lässt.

Auf jeden Fall war die 52. Auflage der Motorshow Essen einen Besuch wert,
also schon mal den nächsten Termin vormerken!
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