– Über 1.400 Tonnen Stahlkonstruktion kontrolliert rückgebaut
– Bewährte Technik und höchste Sicherheitsstandards für effizienten Ablauf
Im Hafen von Casablanca hat der marokkanische Schwerlastspezialist Somalev Cranes & Logistics die vollständige Stilllegung zweier Liebherr-Containerkrane des Typs Ship-to-Shore (STS) erfolgreich umgesetzt. Für die Demontage setzte das Unternehmen zwei Teleskopkrane von Liebherr ein, die im Rahmen der Terminalmodernisierung über 1.400 Tonnen Stahlkonstruktion kontrolliert zurückbauten. Die Arbeiten in Hubhöhen von bis zu 70 Metern erforderten eine exakte Planung, da sie während des laufenden Hafenbetriebs durchgeführt wurden.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten intensiver und zuverlässiger Arbeit im anspruchsvollen Terminalbetrieb gingen zwei Liebherr-Containerkrane im Hafen von Casablanca in die kontrollierte Demontage über. Für den komplexen Rückbau der Großgeräte setzte Somalev zwei leistungsstarke Liebherr-Teleskopkrane ein, einen LTM 1400-7.1 und einen LTM 1250/1. Beide Geräte wurden aufgrund ihrer hohen Tragkräfte, ihrer Flexibilität und ihrer Eignung für die beengten Hafenflächen ausgewählt. Sie ermöglichten den schrittweisen Rückbau großer Komponenten wie Auslegerteile, Maschinenhaus und Portalelemente. Somalev entschied sich bewusst für Teleskopkrane anstelle von Gittermastkranen – eine Herangehensweise, die eine flexible Anpassung an wechselnde Lastfälle und begrenzte Standflächen erlaubte.

Technische und operative Herausforderungen
Das Projekt war geprägt von einer Vielzahl technischer und organisatorischer Herausforderungen. Die altersbedingten Veränderungen an den Kranen erforderten konservative Lastannahmen sowie den Einsatz ausreichend dimensionierter Anschlagmittel. Alle Arbeiten mussten in einem aktiven Terminalumfeld stattfinden, in dem nur begrenzte Flächen für den Rückbau zur Verfügung standen. Gleichzeitig waren klar definierte Sperrzonen sowie eine permanente Abstimmung mit den Hafenbehörden und dem Terminalbetrieb erforderlich, um einen sicheren und reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Flexible Lösungen und höchste Sicherheitsstandards
Besonders komplex war der Rückbau selbst, da die Demontage in der umgekehrten Reihenfolge des ursprünglichen Aufbaus erfolgen musste. Die verschiedenen Lastfälle erforderten unterschiedliche Krankonfigurationen und angepasste Anschlagmittel. In mehreren Projektphasen waren zudem synchrone Hebevorgänge zwischen dem LTM 1400-7.1 und dem LTM 1250/1 notwendig, was eine exakte Planung, präzise Kommunikation und Echtzeitkoordination erforderte.
Auch in puncto Sicherheit setzte Somalev hohe Maßstäbe. Das Unternehmen führte projektspezifische Risikobewertungen beschädigter Bauteile durch, implementierte redundante Anschlag-Systeme, definierte kontrollierte Zugangsbereiche und überwachte permanent Wind- und Kranparameter. Parallel dazu setzte das Team auf eine flexible Ausführungsmethodik, um auf unerwartete strukturelle Befunde reagieren zu können. Optimierte Krankonfigurationen trugen dazu bei, den benötigten Standflächenbedarf auf ein Minimum zu reduzieren und Störungen des Hafenbetriebs so gering wie möglich zu halten.
Dank der bewährten Zuverlässigkeit der Liebherr‑Krane – selbst nach vielen Jahren intensiven Einsatzes – sowie einer präzisen Projektplanung konnte die anspruchsvolle Demontage erfolgreich durchgeführt werden. Mit Abschluss des Projekts unterstreicht Somalev seine Kompetenz im Bereich industrieller Stilllegungen und zeigt, dass das Unternehmen komplexe Rückbauarbeiten sicher, effizient und mit hoher fachlicher Qualität realisieren kann.
