Martina Grabski            

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Ringreiten

Veröffentlicht am 03.05.2002

Der Sport der Norddeutschen

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Das Ringreiten ist vermutlich aus dem Lanzenstechen der Ritter entstanden und wird heute noch im norddeutschen Raum praktiziert.

Beim Ringreiten geht es darum, einen über der Reitgasse hängenden Ring zu treffen und mit einer kleinen Lanze aus der Halterung zu ziehen. Einfach ist das Ganze nicht, denn es passiert alles im Galopp.

Das Ringreiten variiert von Region zu Region, so gibt es Gegenden in denen tatsächlich noch Lanzen eingesetzt werden und auch die Regeln sind zum Teil etwas anders. Hier im Elbe-Weser-Raum hat der Ring einen Durchmesser von ca. 5 cm, manchmal ist er auch kleiner. Meistens wird ein Ringstecher benutzt. Dieser Ringstecher besteht aus einem Griff und einer 15 bis 20 cm langen Lanze. Zwischen der Lanze und dem Griff ist eine Platte angebracht, die die Hand vor Verletzungen schützen soll.

Das Ringreiten wird in unterschiedlichen Gruppen wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie in Pony oder Pferd unterteilt. Für diese Gruppen und ihre individuelle Reichweite wird dann die Höhe ermittelt in der die Ringe aufgehängt werden.

Das Ringreiten beginnt mit einem Probedurchgang im Schritt. Hierbei klopfen die Reiter der Reihe nach mit ihren Ringstechern an die Ringhalterung um den Pferde das Geräusch zu zeigen. Anschließend versuchen die Reiter in 12 Durchritten möglichst viele Ringe zu treffen. Dabei müssen die Pferde eine festgelegte Strecke galoppieren, fällt das Pferd in den Trab oder fällt der Ring zu Boden zählt der Ring als nicht getroffen. Ein gutes Auge und eine ruhige Hand sowie ein ruhiges und zuverlässiges Pferd mit einer möglichst langsamen und gleichmäßigen Galoppade sind hierbei sehr hilfreich.

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Beim Ringreiten wird um den Königstitel geritten, wobei der König im heimischen Verein bleibt und zusätzlich der beste Fremdreiter ermittelt wird. Meistens wird der König in einem Stechen ermittelt. Im Stechen wird der Schwerigkeitsgrad erhöht in dem mit der linken Hand gestochen oder die Gasse von der anderen Seite her durchritten werden muss, manchmal auch beides.

Außerdem gibt es noch das Mannschaftsringreiten, bei dem mehrere Vereine gegeneinander antreten. Am wichtigsten bei jedem Ringreiten ist der Spaß und das gesellige Zusammensein der Reiter ohne jegliches Konkurrenzdenken. Vermutlich sind deshalb auch Ringreitturniere immer ein beliebter Publikumsmagnet.


Diese Fotos entstanden beim Ringreiten des RV Langen und Umgegend e.V. am 1. Mai 2002. Zur Homepage des Reitvereins geht es hier.

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