Martina Grabski            

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Abendritt

Veröffentlicht am 07.11.2002

Wer reitet noch zu später Stunde?

Durch die immer kürzer werdenen Tage kommen viele Reiter in der Woche erst bei Einbruch der Dämmerung in den Sattel.

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Ein Ausritt im Herbst kann dann sehr schnell im Dunkeln enden.

Mir geht es auch so, gut wenn man dann einen beleuchteten Reitplatz oder eine Reithalle zur Verfügung hat.

Manchmal lockt mich aber mehr ein Ausritt bei milder Herbstluft und den letzten Sonnen- strahlen des Tages. Auf dem Heimweg wird es dann meistens sehr schnell dunkel. Deshalb ist es wichtig schon vorm Abritt an die bevorstehende Dämmerung zu denken.

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Wer auf öffentlichen Straßen und Wegen reitet (darunter fallen auch Wirtschaftswege) ist nach der Straßenverkehrsordnung verpflichtet sich ausreichend zu beleuchten!

Für Reiter gilt der § 28 Abs. 2 der StVO. Hier heißt es:

"Zur Beleuchtung müssen mindestens verwendet werden:

1. beim Treiben von Vieh vorn eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht und am Ende eine Leuchte mit rotem Licht

2. beim Führen auch nur eines Großtieres oder von Vieh eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist."

Die Beleuchtung ist immer auf der Verkehr zugewandten Straßenseite, also in der Regel auf der linken Seite, zu tragen.

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Demnach würde eine herkömmliche Stiefellampe aus dem Reitsportgeschäft genügen. Doch jeder der die Fotos von Pebbels und mir auf dieser Seite sieht wird mir wohl zustimmen, dass selbst die beiden Stiefellampen, die ich trage, alleine von Weitem nur sehr schlecht zu erkennen sind.

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Wenn ich damit rechnen muss, dass wir erst bei Einbruch der Dunkelheit wieder auf den Hof kommen, statte ich Pebbels mit einer reflektierenden Nierendecke, Reflexbändern an den Beinen und an der Trense sowie an den Zügeln aus.

Als Ersatz für eine reflektierende Nierendecke kann man z.B. Reflektoren an die Satteldecke hängen und in den Schweif einflechten. Diese Lösung ist auf jeden Fall besser als ein rundum dunkles Pferd.

Ich selbst ziehe eine Warnweste über meine Reitjacke und trage Stiefellampen. Bei nebeligen Wetter habe ich manchmal noch eine rote Blinkleuchte dabei, die von Weiten besser zu sehen ist als die Stiefellampen.

So ausgerüstet kann jeder uns gut von der Seite, von vorne und hinten als Pferd und Reiter erkennen. Das ist mir wichtig! Schließlich möchte ich nicht erleben, dass Autos an uns vorbei rasen, weil die Fahrer uns nicht oder erst zu spät gesehen haben. Denn jedes Pferd kann sich einmal erschrecken und gerade in der Dunkelheit muss das nun wirklich nicht sein.

Ich höre mir lieber Kommentare wie "Na Du Glühwürmchen" an, als zu spät oder gar nicht gesehen zu werden.