Martina Grabski            

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Augenverletzung

Veröffentlicht am 26.03.2002

Pebbels ist verletzt!

Jeder Pferdebesitzer ahnt wohl nichts Gutes wenn am Abend das Telefon klingelt und der Stallbesitzer am anderen Ende der Leitung sich meldet. So einen gefürchteten Anruf bekam ich auch einmal. Der Stallbesitzer teilte mir mit, dass Pebbels eine größere Verletzung direkt über dem Auge hat und mein Tierarzt bereits verständigt ist.

Natürlich bin ich sofort ins Auto gesprungen und zum Stall gefahren. Als ich auf dem Hof ankam stand da bereits der Tierarzt und säuberte die Wunde. Die Wunde war ein dicker langer Riss. Da dieser Riss noch ganz frisch und überhaupt nicht angeschwollen war, klammerte der Tierarzt die Wunde zu. Unten lies er zwei Klammern fehlen damit das Wundwasser abfließen konnte.

Ich sollte nun täglich das abfließende Wundwasser abwaschen und anschließend die Wunde mit Aluminiumspray abdecken. Pebbels bekam an diesem Tag noch eine Antibiotikaspritze und das war es fürs erste.

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Am nächsten Tag war das Auge durch das anfallende Wundwasser, was nicht alles abfließen konnte, sehr dick angeschwollen. Unterhalb des Auges bildete sich ein großer Sack mit Wundwasser. Auf den beiden oberen Fotos ist die Wunde drei Tage alt und bereits am abschwellen!

Durch ihr eingeschränktes Sehvermögen war Pebbels am torkeln, fühlte sich allerdings in ihrer Offenstallherde sicher und wohl. Der Tierarzt kam in den nächsten Tagen noch zweimal vorbei, um Pebbels weitere Spritzen zu geben. Die Reinigung der Wunde verlief besser als ich dachte. Pebbels lässt sich nicht gerne am Kopf herumfummeln und Sprayflaschen sind ihrer Meinung nach ganz gefährlich. Doch ich durfte nach einem kurzen Kopf wegziehen die Wunde mit einem sauberen feuchten Tuch reinigen. Das schwierigste war zuerst das auftragen des Sprays, denn in einer Hand hatte ich die Spraydose und mit der anderen musste ich das Auge abdecken. Doch ziemlich schnell fand Pebbels das normal, mittlerweile sind Spraydosen aber wieder gefährlich geworden.

Nach zwei Wochen wurden die Klammern gezogen. Die beiden Fotos unten sind nach einem Monat entstanden, es erinnerte nur noch eine kahle Narbe an diese Verletzung. Nach ein paar Monaten konnte man noch nicht einmal mehr die Narbe sehen.

Wie Pebbels eigentlich zu dieser Verletzung gekommen ist weiß ich nicht. Sie kam einfach zu einer anderen Pferdebesitzerin gelaufen, die ihr Pferd in den Auslauf bringen wollte, und zeigte ihr die Wunde!

Alle haben mit mir zusammen im Auslauf und Stall nach scharfen Ecken usw. gesucht doch die Stelle wo das passiert ist haben wir nicht gefunden. Ich vermute, dass sie sich an einer Kante an einem Holzpfosten oder an einem Torverschluss den Kopf gescheuert hat und sich dann durch irgendetwas erschrocken hat und dabei sich den Kopf angeschlagen hat. Genau weiß es sicher Pebbels, doch die verrät es mir nicht. Die Kante am Pfosten wurde zur Sicherheit geglättet und um den Torverschluss ist ein runder Metallbügel als Abstandhalter angebracht worden.

Die Wunde ist zum Glück gut und schnell verheilt, doch ohne die sofortige Wundversorgung durch den Tierarzt hätte das ganze anders ausgehen können.


Ganz wichtig ist für jedes Pferd die Tetanusimpfung!