Martina Grabski            

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Fotoshooting

Veröffentlicht am 01.09.2006

Schöne Fotos kann es von jedem Pferd geben ...

(c) www.hadel.net

Im Laufe der Jahre sind meine Fotos immer bekannter geworden. Mittlerweile muss nicht nur mein eigenes Pferd als Fotomodell herhalten sondern ich bin kreuz und quer in den Landkreisen Cuxhaven und Wesermarsch sowie in Bremerhaven und Bremen als "Pferdefotograf" unterwegs. Für schöne Showmotive fahre ich auch schon einmal weiter, wie man im Bereich Termine sehen kann.

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Ein Fototermin dauert ca. 1 bis 2 Stunden pro Pferd, je nachdem wie das Pferd mitarbeitet und ob unterschiedliche Motive wie z.B. Reit- und Weidefotos kombiniert werden. Nach einem Fototermin treffe ich zu Hause eine Vorauswahl der Fotos, da sich häufig mehrere Fotos von einer Position nur durch Kleinigkeiten wie z.B. einem Augenzwinkern unterscheiden. Von dieser Vorauswahl wird anschließend ein Kontaktabzug für den Pferdebesitzer erstellt.

Kleinere Retuschierarbeiten wie das Entfernen von Fliegen am Kopf bei einem Portrait gehören für mich zur standardmäßigen Nachbearbeitung der Fotos. Nach Absprache fertige ich auch aufwendigere Nachbearbeitungen wie das Entfernen von Weidezäunen im Hintergrund oder das Erstellen von Collagen an.

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Gute Fotos entstehen nicht nur durch eine professionelle Ausrüstung sondern auch durch ein paar Gedanken, die man sich im Vorfeld eines Fotoshootings machen sollte:

(c) www.hadel.net

Lichtverhältnisse
Besonders im Sommer sind die Mittagsstunden mit ihrem grellen Licht für Fotoaufnahmen sehr ungeeignet. Für alle Aufnahmen ist natürlich möglichst Sonnenschein erwünscht, leichte Bewölkung schadet für gewöhnlich nicht.


Hintergrund
Da ich die Örtlichkeiten häufig erst beim Fototermin kennenlerne, sollte der Pferdebesitzer sich bereits vorher nach einem schönen Platz bzw. Hintergrund für die Fotos umsehen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass nicht zu viele Zäune, Silohaufen oder ähnliches im Hintergrund stören. Ebenfalls nachteilig auf die Fotos wirkt sich oft ein zu dunkler Hintergrund durch z.B. Hecken oder Waldrand bei dunklen Pferden aus. Ebenso verhält es sich natürlich bei Schimmeln vor z.B. einer weißen Stallwand. Selbstverständlich sollte auf dem ausgesuchten Platz zur vereinbarten Uhrzeit der Fotograf auch nicht gegen die Sonne fotografieren müssen.


Pferd und Sattelzeug
Besonders wichtig bei Portraitaufnahmen sind saubere Augenwinkel, Nüstern und Ohren. Ein wenig Glanzspray kann dem Fell besonderen Glanz verleihen und läßt das Langhaar schöner fallen.
Nicht nur das Pferd sollte für ein Fotoshooting gründlich geputzt werden sondern auch Halfter, Trense und sonstige Ausrüstung die das Pferd trägt.


Reiter
Der Reiter oder Pferdeführer sollte seine Kleidung auf das Pferd und seine Ausrüstung farblich abstimmen.


Portrait- und Standfotos
Portraits ohne Halfter sind sicherlich am schönsten, aber je nach Umgebung und Pferd nicht immer machbar. Ein möglichst unauffälliges Halfter oder eine schöne Trense schaden Portraitaufnahmen auch nicht. Eine Trense ohne Reithalfter und evtl. Stirnriemen verdeckt auch wenig.
Für einen aufmerksamen Blick ist eine weitere Hilfsperson manchmal recht nützlich um die Aufmerksamkeit des Pferdes in die gewünschte Blickrichtung zu lenken.
Neben herkömmlichen Portraits mache ich auch gerne Detailaufnahmen, z.B. der Augen, wenn es gewünscht wird.


Weidefotos
Für Bewegungsfotos auf der Weide eignet sich am besten eine nicht zu große Koppel. Für solche Fotos werden mindestens zwei Helfer zum Treiben des Pferdes benötigt. Zusätzlich kann man natürlich den günstigen Zeitpunkt ausnutzen, wenn z.B. ein Boxenpferd auf die Weide geführt wird. Dies ist jedoch keine Garantie für wirklichen Bewegungsdrang und das auch noch in die vom Fotografen gewünschte Richtung.


Reitfotos
Neben Dressur- und Springfotos gibt es je nach Umgebung auch zahlreiche Möglichkeiten von Reitfotos im Gelände. Schöne Fotos lassen sich z.B. auf Stoppelfeldern, vor blühenden Rapsfeldern oder Bäumen machen. (Ein kleiner Fußmarsch zur passenden Stelle ist kein Hindernis!) Eine Einwilligung zur Nutzung von Weiden und Feldern für die Fotoaufnahmen ist im Vorfeld bei dem Grundstücks Eigentümer bzw. Pächter einzuholen!
Reitfotos sollten nach Möglichkeit immer draußen und nicht in der Halle gemacht werden. Im Notfall sind Aufnahmen (unter Umständen mit Blitzlicht) in der Halle zwar möglich, Fotos im Freien wirken aber schöner. Falls Hallenfotos wirklich notwendig sind, sollte mir dies vorher mitgeteilt werden.


Das alles hört sich jetzt zwar fürchterlich kompliziert an, ist es aber nicht!
Ein schönes Plätzchen hat sich bisher überall gefunden.

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Martina Grabski