
Kranfahrzeuge und Schwerlastthemen erfreuen sich großer Beliebtheit im Modellbau. Aber die großen Geräte sollen nicht nur auf den Straßen unterwegs sein, sondern auch Arbeiten.
Aber wie bekommt man das Ladegut an den Kranhaken? Mit sogenannten Anschlagseilen! Hier zeige ich, wie diese schnell und vor allem sehr preiswert hergestellt werden können.
Dazu benötigt man:
- Nähgarn (möglichst ein Garn ohne Fransen, das sich nicht selbst verdreht)
- Hohlrohr aus Polystyrol
- Passende Stange aus Polystyrol (als Füllung für das Rohr)
- Silberfarbe
- Werkzeug: Pinsel, Bastelmesser
Üblicherweise braucht man je Hub 2 bis 4 Seile und je Seil an beiden Enden die beiden Kunststoffteile.
Je nach Traglast des Seils (im Modell) kann man sie unterschiedlich lang dimensionieren. Wichtig ist nur, dass alle Teile die gleiche Länge haben.

Es werden also für 4 Seile 8 Rohrstücke geschnitten und das Seil in einer Schlaufe durch so eine Öse geführt. Nun wird der Stift mit etwas Klebstoff eingeschoben. Man sollte darauf achten, dass je ein Seil links und rechts am Stift verläuft. Dann verdreht sich später die Öse weniger. Der Stift wird bündig gekappt, aber Vorsicht, denn leicht ist das Seil mit abgetrennt.
Auf diese Art werden 4 Seile einseitig vorbereitet.

Nun kommt die Öse am anderen Ende des Seils. Wer hier gutes Werkzeug hat, spart sich viel Zeit und Fummelei, denn man braucht 2 Halterungen, die nicht verrutschen. Ich habe dafür zwei Metallstifte in einen Schraubstock gespannt.

Die bereits fertige Öse wird über den ersten Stift gelegt und am gegenüberliegenden Stift formt man die zweite Öse. Hierbei ist auf eine gleichmäßige Größe der Ösen zu achten. Das sieht später an der Hakenflasche besser aus.

Auf diese Weise ist auch sichergestellt, dass alle vier Seile gleich lang werden und die Ladung später gerade hängt.
So werden alle vier Seile montiert.



Mit einer gespreizten Pinzette läßt sich das Seil recht gut halten, um den Verschluß anzupinseln. Danach geht es zum großen Kraneinsatz.
Zu sehen sind solche Seile u. a. auf den Seiten:
Porsche-Haus 1 und Porsche-Haus 2 sowie
Transrapid 1 und Transrapid 2.

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